Grünes Licht für Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus-Alstätte
Dragan ZimmerGrünes Licht für Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus-Alstätte
Kreis Borken gibt grünes Licht für großen Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus-Alstätte
Der Kreis Borken hat den Bau eines großen Solarparks auf einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte genehmigt. Das Projekt stellt eine seltene Initiative in Deutschland dar, da in den vergangenen fünf Jahren keine vergleichbaren Vorhaben auf alten Deponieflächen bewilligt wurden. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) wird die Umsetzung verantworten, die bis Mitte 2025 abgeschlossen sein muss, um staatliche Fördergelder zu erhalten.
Die gewählte Fläche weist schwierige Bodenverhältnisse auf, die die meisten anderen Nachnutzungsoptionen ausschließen. Ein Solarpark zählt zu den wenigen realisierbaren Lösungen, um das Gelände sinnvoll zu nutzen und gleichzeitig saubere Energie zu erzeugen.
Langfristig sehen die Planer zudem Potenzial, die Deponie als Energiespeicher zu nutzen. Überschüssiger Strom aus nahegelegenen Windparks könnte dort zwischengespeichert werden, was den Nutzen des Standorts weiter steigern würde. Gelingt das Vorhaben, könnte der Solarpark dazu beitragen, die jährlichen Betriebskosten der Deponie zu senken – und damit möglicherweise die Abfallgebühren für die Anwohner zu reduzieren.
Seit 2021 wurden in Deutschland keine weiteren großen Solarprojekte auf ehemaligen Deponien realisiert. Der Solarpark in Ahaus-Alstätte ist damit eine bemerkenswerte Ausnahme der letzten Jahre.
Die Fertigstellung des Projekts ist für Mitte 2025 vorgesehen, um die Förderbedingungen zu erfüllen. Bei termingerechter Umsetzung könnte der Solarpark nicht nur die Betriebskosten der Deponie verringern, sondern auch die finanzielle Belastung der Bürger mindern. Zudem eröffnet die Initiative Perspektiven für künftige Energiespeicherlösungen in der Region.