05 June 2026, 14:26

H2-Trust: Blockchain revolutioniert die Zertifizierung von grünem Wasserstoff

"Blockchain macht Hydrogen-Daten transparent und unveränderlich"

H2-Trust: Blockchain revolutioniert die Zertifizierung von grünem Wasserstoff

H2-Trust: Neue digitale Lösung soll Nachverfolgung und Zertifizierung von grünem Wasserstoff revolutionieren

Eine innovative digitale Lösung namens H2-Trust soll die Art und Weise verändern, wie grüner Wasserstoff erfasst und überprüft wird. Das im Rahmen eines mit zwei Millionen Euro geförderten Forschungsprojekts entwickelte System setzt auf Blockchain-Technologie, um eine transparente und fälschungssichere Dokumentation der Wasserstoffproduktion zu schaffen. Ziel ist es, die Einhaltung strenger regulatorischer Vorgaben zu vereinfachen und gleichzeitig Lieferketten besser überwachbar zu machen.

Das H2-Trust-Projekt startete im März 2024 unter dem Dach der DUH-IT-Initiative und wird aus Mitteln des EFRE/JTF-Programms in Nordrhein-Westfalen finanziert. Bis Februar 2027 entsteht eine Open-Source-Plattform, die Herstellerbindung vermeidet und der gesamten Wasserstoffbranche zur Verfügung stehen soll. Industriepartner wirken an der Entwicklung mit, um sicherzustellen, dass die Lösung den praktischen Anforderungen gerecht wird.

Im Kern fungiert H2-Trust als eine Art „digitaler Fingerabdruck“ für Wasserstoff: Es erfasst Produktionsdaten – von den Energiequellen bis zum Endprodukt – in einem dezentralen Netzwerk. Dadurch bleiben die Informationen durchgängig transparent, rückverfolgbar und unveränderbar. Das System soll die automatisierte Einhaltung der RED-Kriterien ermöglichen, eine komplexe Aufgabe angesichts der unterschiedlichen Auslegungen von Power-to-Hydrogen-Anlagen und deren Abhängigkeiten.

Die Datenerfassung ist flexibel gestaltet und unterstützt manuelle Eingaben, CSV-Datei-Uploads sowie direkte Anbindungen an IoT-Gateways. Diese Anpassungsfähigkeit ermöglicht den Einsatz in verschiedenen Anlagenkonfigurationen und Sensornetzwerken. Die Prototypenphase soll bis Mitte 2026 beginnen; zwei kleinere Produktionsstandorte stehen bereits in Verhandlungen, um die Pilotphase zu testen.

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Ein zentraler Baustein des Projekts ist der „BlockcH2ain“-Transferkreis, der regionale Unternehmen zusammenbringt. Die bisher starke Beteiligung deutet auf eine hohe Nachfrage nach digitalen Produktpässen in der Wasserstoffwirtschaft hin. Innerhalb von fünf Jahren strebt H2-Trust an, sich als neutrale, anwendungsorientierte Alternative zu marktüblichen Forschungsinstituten zu etablieren.

Mit H2-Trust entsteht ein standardisiertes Verfahren zur Dokumentation und Verifizierung von grünem Wasserstoff. Durch die Kombination von Blockchain und Open-Source-Design bietet es ein Werkzeug zur Automatisierung von Compliance-Prozessen und zur Verbesserung der Transparenz in der Lieferkette. Die ersten Prototypen sollen bis Mitte 2026 gemeinsam mit Industriepartnern in die Praxis gehen.

Quelle