Henkel stemmt sich gegen 500 Millionen Euro Mehrkosten durch explodierende Materialpreise
Gordon AdlerHenkel stemmt sich gegen 500 Millionen Euro Mehrkosten durch explodierende Materialpreise
Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten, die die Ausgaben um 400 bis 500 Millionen Euro erhöhen. Der Konzernchef Carsten Knobel warnt, dass die künftige Kostenbelastung weiter unberechenbar bleibe. Angesichts dieser Herausforderungen sieht sich das Unternehmen gezwungen, in allen Geschäftsbereichen gegenzusteuern.
Die Materialausgaben bei Henkel sind im hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen. Dieser Anstieg belastet die Finanzen des Konzerns erheblich – die zusätzlichen Kosten summieren sich auf bis zu einer halben Milliarde Euro. Knobel betonte, wie schwierig es sei, die weitere Entwicklung vorherzusagen, da sich die Marktbedingungen wöchentlich änderten.
Das Unternehmen reagiert mit verschiedenen Maßnahmen. Im Industriebereich, etwa bei Klebstoffen, wurden bereits Preiserhöhungen umgesetzt. Bei Konsumgütern setzt Henkel auf gezielte Anpassungen, insbesondere bei der Einführung neuer Innovationen. Knobel schloss zudem weitere Preiserhöhungen für Verbraucherprodukte im Jahr 2026 nicht aus.
Verhandlungen mit Lieferanten laufen, um die Kostendruck zu mindern. Gleichzeitig räumte Knobel ein, dass die finanzielle Belastung vieler Haushalte breite Preiserhöhungen im Konsumgüterbereich erschwere. Henkels Strategie, die steigenden Kosten abzufedern, umfasst unter anderem die Neuverhandlung von Lieferverträgen und eine angepasste Preispolitik. Angesichts der angespannten Lage der Verbraucher zeigt sich das Unternehmen jedoch zurückhaltend bei flächendeckenden Preiserhöhungen. Vorerst werden gezielte Anpassungen – vor allem bei neuen Produkten – im Vordergrund stehen.
