31 January 2026, 01:14

Ibbenbüren kämpft mit akutem Streusalz-Mangel – viele Straßen bleiben ungeräumt

Kein Winterdienst-Schild an der Seite einer verschneiten Straße, umgeben von schneebedeckten Bäumen und einem klaren Himmel.

Ibbenbüren kämpft mit akutem Streusalz-Mangel – viele Straßen bleiben ungeräumt

Ibbenbüren kämpft mit massivem Streusalz-Mangel – Straßen können nicht mehr wie gewohnt geräumt werden

In Ibbenbüren herrscht akuter Streusalz-Mangel, nachdem die anhaltende Kältewelle die Nachfrage nach Streudiensten auf Rekordniveau getrieben hat. Die Winterdienste der Stadt arbeiten zwar im Schichtbetrieb rund um die Uhr, doch die Vorräte sind nun vollständig aufgebraucht. Die Behörden warnen die Bevölkerung, dass nicht alle Straßen wie gewohnt geräumt werden können.

Ursache für die Knappheit ist ein plötzlicher Nachfrageanstieg in den umliegenden Kommunen und Landkreisen. Die Salzreserven Ibbenbürens sind komplett erschöpft, sodass die Einsatzkräfte auf begrenzte Zuteilungen der Deutschen Straßen-Dienst GmbH angewiesen sind. Die verbleibenden Bestände werden vorrangig für Autobahnen und wichtige Bundesstraßen vorgehalten.

Um die Krise zu bewältigen, hat das Amt für Straßen- und Verkehrsplanung der Stadt neue Prioritäten für den Streueinsatz festgelegt. Die Richtlinien basieren auf einer Anordnung des Kreises Steinfurt vom 28. Januar 2026 und sehen vor, dass vor allem Hauptverkehrsadern befahrbar gehalten werden. Nebenstraßen und Wohngebiete könnten in diesem Winter weniger Beachtung finden als in den Vorjahren.

Die Bürger werden aufgefordert, unnötige Autofahrten nach Möglichkeit zu vermeiden. Falls Fahrten unvermeidbar sind, sollten Autofahrer sicherstellen, dass ihre Fahrzeuge mit Winterreifen ausgestattet sind. Die anhaltende Mischung aus Schnee, Regen und Glatteis zwingt die Winterdienste zu einem fast durchgehenden Einsatz, was die ohnehin knappen Ressourcen zusätzlich belastet.

Da keine kurzfristige Lösung für den Salzengpass in Sicht ist, werden die Straßenmeistereien in Ibbenbüren vorerst unter eingeschränkten Bedingungen weiterarbeiten. Prioritär behandelte Routen bleiben im Fokus, während kleinere Straßen möglicherweise unbehandelt bleiben, bis sich die Versorgungslage bessert. Die Stadt bittet die Bevölkerung während der anhaltenden Kälteperiode um Geduld und Zusammenarbeit.