09 December 2025, 11:29

Ibbenbüren setzt auf faire und klimafreundliche Beschaffung bis 2030

Ein Innenraum mit einem Tisch, Wandplakaten und Kosmetikartikeln auf der linken Seite.

Ibbenbüren setzt auf faire und klimafreundliche Beschaffung bis 2030

Von Kugelschreibern zu Möbelstücken

Nachhaltiger und fairer Einkauf: Stadt Ibbenbüren möchte Vorreiter sein

2025-10-20T04:00:00+00:00

Umwelt, Wirtschaft, Dienstleistungen, Klimawandel, Umweltwissenschaft, Finanzen, Geschäft

Von Kugelschreibern bis zu Möbelstücken

Nachhaltig und fair beschaffen: Ibbenbüren will mit gutem Beispiel vorangehen

  1. Oktober 2025

Die Stadt Ibbenbüren intensiviert ihre Bemühungen, Beschaffungsprozesse nachhaltiger und fairer zu gestalten. Bereits jetzt gelten für Reinigungsmittel und Holzprodukte neue Standards, die strenge ökologische und ethische Kriterien erfüllen. Damit will die Kommune anderen Städten und Gemeinden als Vorbild dienen.

Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer betont die Bedeutung von Nachhaltigkeit im öffentlichen Einkauf. Entscheidend sei dabei eine konsequente Führung, um die notwendigen Veränderungen voranzutreiben.

In einem kürzlich abgehaltenen Workshop gab Dr. Krishan Gairola von der corsus GmbH praktische Hinweise zur Umsetzung nachhaltiger Beschaffung. Teilgenommen hatten Mitarbeiter der Beschaffungsabteilung sowie Führungskräfte aus verschiedenen Fachbereichen. Thematisiert wurden unter anderem die Bewertung der Produktlebensdauer, des Ressourcenverbrauchs, CO₂-Emissionen und Arbeitsbedingungen in Lieferketten.

Hendro Prabowo, Mitarbeiter im Beschaffungsteam Ibbenbürens, wendet diese Grundsätze nun bei der Auswahl von Waren an. Seine Arbeit wird durch Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) und Engagement Global unterstützt. Ziel des Projekts ist es, nachhaltige Praktiken in der Stadtverwaltung zu verankern und gleichzeitig zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen beizutragen – insbesondere zu Ziel 12, das sich auf nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster konzentriert.

Die neuen Beschaffungsrichtlinien berücksichtigen neben den Kosten nun auch weitere Faktoren: ökologischen Landbau, fairen Handel, nachhaltige Fischerei, Tierschutz und die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung. Angebote müssen zudem Lebenszykluskosten, CO₂-Bilanz, Recyclingfähigkeit sowie Zertifizierungen wie FSC oder PEFC für Holzprodukte einbeziehen. Bereits mehrere Ausschreibungen wurden entsprechend angepasst; weitere Anpassungen sind in Kürze geplant.

In den kommenden Monaten werden die Bürgerinnen und Bürger weitere Veränderungen bei der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen durch die Stadt bemerken. Die aktualisierten Richtlinien priorisieren Produkte, die Treibhausgasemissionen reduzieren, Ressourcen effizient nutzen und faire Arbeitsbedingungen gewährleisten. Diese Maßnahmen sind Teil des Engagements Ibbenbürens, die internationalen Nachhaltigkeitsziele bis 2030 zu erreichen.