29 April 2026, 05:27

Inflation in Deutschland steigt bis Dezember auf 4,6 Prozent – was jetzt kommt

Blaue Liniengrafik, die Euro-Zonen-Inflationsdaten in den Vereinigten Staaten zeigt, mit erklärendem Text oben.

Inflation in Deutschland steigt bis Dezember auf 4,6 Prozent – was jetzt kommt

Deutschland steht vor einem deutlichen Anstieg der Inflation bis Ende 2024 – Prognosen sagen 4,6 Prozent im Dezember voraus

Der erneute Preisschub folgt auf Monate relativer Stabilität und fällt mit der Eskalation der Spannungen im Persischen Golf zusammen, nachdem die USA Iran angegriffen haben. Ökonomen warnen, dass sich die Lage weiter verschärfen und die Preise zusätzlich in die Höhe treiben könnte – eine Entwicklung, die an die Sorgen während der Energiekrise 2022 erinnert.

Die Inflation in Deutschland hatte ihren Höhepunkt 2022 mit über 10 Prozent erreicht, der Jahresdurchschnitt lag damals bei 6,9 Prozent. Die jüngsten Prognosen des Wirtschafts-forschungsinstituts IW Köln deuten nun auf eine Rückkehr zu stärkerem Preisanstieg hin, getrieben vor allem durch geopolitische Unsicherheiten. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran hat die globalen Energiemärkte durcheinandergebracht – ähnlich wie die Preisschocks, die durch Russlands Angriff auf die Ukraine ausgelöst wurden.

Als Reaktion hat die Bundesregierung ein Bündel an Entlastungsmaßnahmen angekündigt. Ab dem 1. Mai tritt eine temporäre Spritpreissenkung in Kraft, die Transportkosten für Unternehmen und Verbraucher verringern soll. Zudem dürfen Arbeitgeber ihren Beschäftigten einen steuerfreien Bonus von bis zu 1.000 Euro zahlen. Doch Experten wie Markus Demary, Geldpolitik-Experte des IW, halten diese Schritte für unzureichend, um einkommensschwache Haushalte zu entlasten, die bereits jetzt kämpfen. Er schlägt vor, die Pendlerpauschale zu erhöhen, um die steigenden Fahrtkosten abzufedern.

Sollte die Inflation weiter steigen, könnte die Europäische Zentralbank (EZB) eingreifen – ähnlich wie während der Krise 2022. Doch Demary weist auf ein Dilemma hin: Entweder die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bremsen, oder höhere Preise akzeptieren, um das Wirtschaftswachstum nicht zu gefährden. Auch die aktuelle IW-Prognose für 2026 wurde nach oben korrigiert: Statt der bisher angenommenen 2,7 Prozent wird nun mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3,5 Prozent gerechnet.

Der erwartete Inflationsschub wird in den kommenden Monaten sowohl die Regierungspolitik als auch die Haushaltsbudgets auf die Probe stellen. Mit den geplanten Spritrabatten und steuerfreien Boni will die Politik die Belastung durch steigende Kosten abmildern. Doch die langfristige Entwicklung bleibt ungewiss, da globale Spannungen und die Volatilität der Energiemärkte weiterhin den wirtschaftlichen Weg Deutschlands prägen.

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