26 January 2026, 15:19

„Jagd & Hund“ in Dortmund: Tradition, Innovation und eine hitzige Trophäen-Debatte

Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel "Das Buch der Jagd" zeigt eine Zeichnung einer Gruppe von Menschen, die in einer üppigen grünen Landschaft mit Bäumen und Bergen in der Ferne jagen.

Jagdmesse lockt mit Hirschrufen, Jagdwissen und Neuheiten - „Jagd & Hund“ in Dortmund: Tradition, Innovation und eine hitzige Trophäen-Debatte

Europas größte Jagdmesse Jagd & Hund öffnet diese Woche in Dortmund ihre Tore

Die Veranstaltung wird Zehntausende Besucher anziehen und über 700 Aussteller aus 36 Ländern präsentieren. Neben der Vorstellung neuester Jagdausrüstung hat die Messe auch eine Debatte über die Bewerbung von Trophäenjagden in Afrika ausgelöst.

Gezeigt werden modernste Ausrüstungsgegenstände, darunter neue Schusswaffen, Geländefahrzeuge und Jagdtechnologien. Hersteller werden ihre neuesten Innovationen für die Branche vorstellen. Gleichzeitig werden mehr als 1.300 Jagdhunde aus 59 Rassen ihr Können demonstrieren, ergänzt durch Falknereivorführungen.

Bei einem Wettbewerb treten Deutschlands beste Hirschrufer gegeneinander an, während Köche auf dem Wild Food Festival kreative Interpretationen der Wildküche präsentieren. Die Messe unterstreicht die starke Jagdtradition des Landes: Fast 468.000 Menschen besitzen hierzulande einen Jagdschein. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es knapp 100.000 Jäger – das entspricht dem bundesweiten Durchschnitt von sechs Jägern pro 1.000 Einwohner.

Tierschutzorganisationen wie Pro Wildlife kritisieren die Messe scharf, weil sie Trophäenjagden in Botswana, Namibia und Simbabwe bewerbe. Die betroffenen Länder verteidigen die Praxis als reguliert und nachhaltig und argumentieren, sie diene dem Artenschutz. Die Kontroverse verleiht der ohnehin international bedeutenden und einflussreichen Veranstaltung zusätzliche Brisanz.

Die Jagd & Hund bleibt ein zentraler Branchentreff, der globale Aussteller und Besucher anzieht. Während die Messe Innovation und Tradition vereint, sorgt die Einbindung afrikanischer Trophäenjagden für heftige Kritik. Die Diskussionen über Nachhaltigkeit und Ethik werden die Messe wohl noch lange überdauern.