Karneval endet mit Flammen: Nubbel und Hoppeditz brennen in Köln und Düsseldorf
Ignaz KreuselNubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Karneval endet mit Flammen: Nubbel und Hoppeditz brennen in Köln und Düsseldorf
Karnevalsfeiern in Köln und Düsseldorf enden mit traditionellem Strohpuppenverbrennen
Mit dem rituellen Verbrennen von Strohfiguren sind die Karnevalsfeiern in Köln und Düsseldorf offiziell zu Ende gegangen. Das Brauchtum markiert das Ausklangen des ausgelassenen Treibens und den Beginn der Fastenzeit. In beiden Städten wurden bei Zeremonien symbolträchtige Figuren – stellvertretend für die Sünden der närrischen Tage – vor den Augen der Menge in Flammen aufgehen lassen.
In Köln brannte am Dienstagabend der "Nubbel" – eine Strohpuppe, die während des Karnevals über Kneipentüren hängt. Der Brauch reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück und diente einst als Reinigungsritual. Anwohner versammelten sich in den Stadtvierteln, um zu beobachten, wie die Figur in den Flammen aufging – ein Symbol für die Vertreibung von Laster und Unglück.
Unterdessen fand in Düsseldorf am Aschermittwoch eine eigene Zeremonie statt: Hier wurde der "Hoppeditz", eine weitere Strohfigur, auf einem öffentlichen Platz verbrannt. Nach dem Feuer folgte ein feierlicher Trauermarsch, der den Übergang von der ausgelassenen Karnevalsstimmung zur besinnlichen Fastenzeit unterstrich.
Beide Rituale veranschaulichen den kulturellen Wandel im Rheinland – vom Feiern zur Buße. Die brennenden Puppen stehen für die kollektiven Sünden der Gemeinschaft und bieten einen symbolischen Neuanfang für die Fastenzeit.
Die Feiern in Köln und Düsseldorf setzen damit den offiziellen Schlusspunkt unter den Karneval. Mit dem Nubbel und dem Hoppeditz, die nun zu Asche zerfallen sind, wenden sich die Bewohner den stilleren, besinnlichen Wochen der Fastenzeit zu. Die Bräuche bleiben ein tief verwurzelter Bestandteil der regionalen Tradition.






