17 June 2026, 16:38

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Sechs Aktivisten angezeigt – hohe Schadensforderungen drohen

Festgehalten am Flughafen - Aktivisten angeklagt

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Sechs Aktivisten angezeigt – hohe Schadensforderungen drohen

Klimaschutzaktivisten haben am Flughafen Köln/Bonn zwei Protestaktionen durchgeführt, die zu erheblichen Behinderungen geführt haben. Nun wurden gegen sechs Personen im Zusammenhang mit den Vorfällen Anzeigen erstattet. Der Flughafen und Fluggesellschaften fordern Schadensersatz für die finanziellen Folgen der Demonstrationen.

Am 24. Juli 2024 sollen fünf Aktivisten sich laut Angaben auf eine Startbahn geklebt und damit den Flugbetrieb für drei Stunden lahmgelegt haben. Der Flughafen beziffert die vorläufigen Schäden durch diesen Vorfall auf etwa 125.000 Euro. Jeder der fünf muss nun mit einer Rechnung in Höhe von rund 4.100 Euro rechnen.

Am 15. August befestigten sich zwei Protestierende an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn. Diese Aktion unterbrach den Flugverkehr für etwa eine Stunde. Den beiden Beteiligten drohen Forderungen von knapp 3.250 Euro pro Person.

Alle sechs sehen sich nun offiziell mit Anklagen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs vor dem Kölner Amtsgericht konfrontiert. Zudem kündigte Eurowings an, Schadensersatz zu verlangen – die geschätzten Verluste der Airline belaufen sich auf rund 284.000 Euro.

Bisher wurde noch nicht entschieden, ob ein formelles Verfahren gegen die Aktivisten eingeleitet wird. Ein Prozesstermin steht ebenfalls noch nicht fest. Die Flughafenbehörden behalten sich vor, weitere Ansprüche wegen der entstandenen finanziellen Verluste geltend zu machen.

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