Köln demonstriert mit über 1.000 Menschen gegen Rassismus und die AfD
Dragan ZimmerKöln demonstriert mit über 1.000 Menschen gegen Rassismus und die AfD
Mehr als tausend Menschen gingen am Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung in Köln auf die Straße. Die Demonstration richtete sich gegen Rassismus und positionierte sich klar gegen die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD). Mit Plakaten und Fahnen, auf denen Botschaften wie "Herz statt Hass" zu lesen waren, machten die Teilnehmenden ihr Engagement gegen Diskriminierung deutlich.
Mehrere lokale Initiativen, darunter "Köln stellt sich quer" und "Keine Nazis", hatten den Protest organisiert. Die Demonstrant:innen versammelten sich zunächst am Südermannplatz, bevor sie über den Hohenzollernring in Richtung Rudolfplatz zogen. Entlang der Route skandierten sie Parolen für Gleichberechtigung und Solidarität, begleitet von Transparenten mit entsprechenden Forderungen.
Die Polizei hatte ursprünglich mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet – eine Schätzung, die sich an früheren Großveranstaltungen orientierte. In den vergangenen Jahren hatten antiassistische Kundgebungen in Köln, wie etwa "Herzen für Deutschland", zwischen 10.000 und 25.000 Menschen mobilisiert. Die höchsten Teilnehmerzahlen verzeichneten die Jahre 2021 (rund 15.000) und 2024 (rund 20.000), wobei Gewerkschaften wie ver.di und antifa-Gruppen stark vertreten waren. In diesem Jahr blieb die Zahl jedoch mit etwas über 1.000 deutlich darunter.
Unter den Demonstrant:innen befand sich auch ein Wagen des satirischen Künstlers Jacques Tilly, der mit seinen kreative Beiträgen bei politischen Kundgebungen in Köln längst eine Institution ist. Die Veranstaltung verlief friedlich, im Mittelpunkt standen der Zusammenhalt gegen Rassismus und die Ablehnung rechtsextremer Ideologien.
Am Rudolfplatz, wo die Demonstration endete, unterstrichen Redner:innen in ihren Beiträgen die Forderung nach einer diskriminierungsfreien Gesellschaft. Zwar war die Beteiligung in diesem Jahr geringer als in den Vorjahren, doch die Kundgebung machte deutlich: Der Kampf gegen Rassismus in Köln bleibt eine kontinuierliche Aufgabe. Organisator:innen und Teilnehmende betonten übereinstimmend, wie wichtig anhaltendes Engagement für Gleichberechtigung ist.






