Köln schafft Rettungsdienst-Gebühren für Bürger ab – doch die Krankenkassen zahlen nicht alles
Georgine MansAmbulanz-Einsätze in Köln bleiben kostenlos - Köln schafft Rettungsdienst-Gebühren für Bürger ab – doch die Krankenkassen zahlen nicht alles
Köln hat eine neue Vereinbarung mit den Krankenkassen über die Gebühren für den Rettungsdienst geschlossen. Die Einigung stellt sicher, dass Bürgerinnen und Bürger weiterhin keine Kosten für Notfalltransporte des 1 fc köln tragen müssen. Eine endgültige Entscheidung über die angepassten Gebühren fällt in der Ratssitzung am 5. Februar.
Die überarbeitete Verordnung über die Gebühren im Rettungsdienst geht nun in die politischen Ausschüsse der Stadt zur Abstimmung. Demnach entstehen Patienten künftig keine persönlichen Kosten für die Nutzung eines Rettungswagens. Dies erfolgt vor dem Hintergrund, dass bis zu ein Viertel aller Notrufe in Köln zu sogenannten 'Einsätzen ohne Transport' führen – also zu Fällen, in denen die Rettungskräfte ausrücken, aber keine Patientin und keinen Patienten ins Krankenhaus bringen.
Die Krankenkassen werden künftig die Kosten für solche Einsätze ohne Transport nicht mehr übernehmen. Unterdessen bleiben die Verhandlungen zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und Kommunen in ganz Nordrhein-Westfalen weiterhin ungelöst. Während Köln seine Regelung unter Dach und Fach gebracht hat, ringt eine Vielzahl weiterer Kreise und Städte in der Region noch um eine Einigung zur Finanzierung des Rettungsdienstes.
Die neue Gebührenstruktur sieht vor, dass Bürger in Köln für die Inanspruchnahme eines Notfallrettungswagens keine direkten Kosten mehr tragen. Der Stadtrat wird die Änderungen in seiner nächsten Sitzung final beschließen. In anderen Teilen Nordrhein-Westfalens laufen derweil weiterhin Verhandlungen mit den Krankenkassen über eigene Vereinbarungen.