Kölner Derby endet mit Fan-Boykott und bitterer 0:2-Niederlage gegen Leverkusen
Ignaz KreuselKölner Derby endet mit Fan-Boykott und bitterer 0:2-Niederlage gegen Leverkusen
Kölner Derby-Tag zum Vergessen
Marvin Schwäbe schüttelte den Kopf. Unruhe beim 1. FC Köln nach einem Derby-Tag zum Vergessen? "Nein!" betonte der Torhüter entschlossen – fünf Bundesliga-Spiele in Folge ohne Sieg bereiten dem Kapitän noch keine Sorgen. Stattdessen beschäftigte ihn eher die Situation einiger Kölner Fans, die beim verdienten 0:2 (0:0) ihres Teams bei Bayer 04 Leverkusen wegen eines Boykotts auffällig abwesend waren.
- FC Köln kassierte eine 0:2-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen in einer Partie, die von einem Fan-Boykott überschattet wurde. Rund 500 mitgereiste Anhänger verließen das Stadion aus Protest gegen ihrer Meinung nach überzogene Polizeikontrollen – die Gästeblocks blieben unheimlich leer. Die Abwesenheit der Fans löste Reaktionen bei Spielern und Verantwortlichen aus.
Der Protest begann bereits vor Anpfiff: Die aktive Kölner Fanszene verließ das Stadion wegen Streitigkeiten über Personenkontrollen durch die Polizei. Später zeigten Leverkusens Ultras Solidarität, indem sie kurzzeitig ebenfalls die Ränge verließen – die Derby-Atmosphäre war damit endgültig gedämpft.
Der FC will nun gegen Union Berlin die sieglose Serie beenden. Der Verein betont trotz wachsender Sorgen um sportliche Form und Fanbeziehungen die Notwendigkeit von Ruhe und Fokus. Das Ergebnis in Berlin könnte im Abstiegskampf entscheidend werden.