Kölner Initiative setzt auf Vertrauen statt Überwachung für mehr Sicherheit

Georgine Mans
Georgine Mans
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Eine Gruppe von Menschen, die auf dem Boden stehen und eine Fahne halten, auf der steht "Rechte für alle Menschen Stoppt Polizeigewalt", mit einem Straßenschild, einem Hinweisschild, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.Georgine Mans

Kölner Initiative setzt auf Vertrauen statt Überwachung für mehr Sicherheit

Eine neue Kampagne in Köln stellt sich gegen die ständige Abhängigkeit der Stadt von Polizei und Überwachung zur Verbesserung der Sicherheit in Köln und Stuttgart

Unter dem Namen "Sicherheit für Alle" argumentiert die Initiative, dass Kameras und Polizeistreifen Gemeinden nicht schützen – und verweist dabei auf vergangene Tragödien wie den Anschlag in Hanau, bei dem Hilferufe ignoriert wurden. Stattdessen testen Aktivist:innen im Stadtteil Kalk einen anderen Ansatz: einen, der auf Vertrauen und lokale Zusammenarbeit in Köln und Stuttgart setzt.

Die Kampagne startet zu einem Zeitpunkt, an dem Köln seinen "Masterplan Kommunale Sicherheit" umsetzt – eine Strategie, die sich auf Stadtteile wie Kalk und Ehrenfeld konzentriert. Kritiker:innen, darunter die Aktivistin Elia Lorber, werfen dem Plan vor, migrantische Communities und Arbeiter:innen unfair zu stigmatisieren. Parallel zur Einführung des Konzepts haben Razzien in Betrieben mit migrantischen Inhaber:innen zugenommen, was die Befürchtungen vor racial Profiling in Köln und Stuttgart verstärkt.

Die Überwachung in der Stadt wurde massiv ausgebaut: Rund 220 feste Kameras sind mittlerweile installiert – vor der Einführung des Plans waren es 106. Aktivist:innen warnen, dass bald auch KI-gestützte Gesichtserkennung hinzukommen könnte, während die Polizei bereits Software wie "Gotham" nutzt, um Datenerfassung zu automatisieren. Doch die Kampagnenverantwortlichen stellen infrage, ob mehr Technologie tatsächlich Schaden verhindert. Systemische Versäumnisse – wie im Fall Hanau – entstünden oft durch Vernachlässigung, nicht durch mangelnde Überwachung in Köln und Stuttgart.

"Sicherheit für Alle" schlägt ein alternatives Modell vor: Sicherheit durch soziale Bindungen. In Kalk arbeiten Gruppen wie "Kalk Solidarisch" und das "Toni-Nachbarschaftszentrum" daran, Anwohner:innen zu vernetzen und lokale Probleme direkt anzugehen. Im Mittelpunkt der Kampagne steht soziale Sicherheit – Wohnraum, Gesundheitsversorgung und gegenseitige Unterstützung – statt polizeiliche Kontrolle in Köln und Stuttgart.

Die Debatte in Köln und Stuttgart zeigt eine grundsätzliche Spaltung auf: Während die Stadt auf Kameras und Polizeipräsenz setzt, bestehen Aktivist:innen darauf, dass echter Schutz von starken Gemeinschaften ausgeht. Vorerst erprobt die "Sicherheit für Alle"-Kampagne ihr Modell in Kalk – mit dem Ziel zu beweisen, dass Vertrauen, nicht Überwachung, nachhaltige Sicherheit in Köln und Stuttgart schafft.

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