Kölner Oper feiert Comeback nach 15 Jahren und 1,5 Milliarden Euro Sanierung
Dragan ZimmerKölner Oper feiert Comeback nach 15 Jahren und 1,5 Milliarden Euro Sanierung
Die Kölner Oper hat nach 15 Jahren Sanierung ihr historisches Domizil am Offenbachplatz wiedereröffnet. Die Umbaumaßnahmen verschlangen rund 1,5 Milliarden Euro. Steigende Abonnentenzahlen deuten nun auf wachsende öffentliche Unterstützung für das Haus hin.
Die feierliche Wiedereröffnung markiert das Ende einer langen Wartezeit für die Stadt. Nach umfassenden Sanierungsarbeiten ist das Opernhaus nun bereit, wieder Publikum zu empfangen. Mit Beginn der neuen Spielzeit nehmen auch die regulären Vorstellungen ihren Betrieb auf.
Hein Mulders, der Intendant des Hauses, sieht in diesem Moment eine entscheidende Wegmarke. Für ihn liegt die eigentliche Herausforderung jedoch im reibungslosen Tagesbetrieb und in der langfristigen Sicherung der Oper. Seine Prioritäten gelten einem vielfältigen Spielplan, internationalen Kooperationen und kompromissloser künstlerischer Qualität.
Mulders betont zudem die emotionale Verbindung zur Stadtgesellschaft. Die Oper versteht er als eine Form der „Volkskunst“, die in Kölns vielfältiger Bevölkerung Anklang findet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bildungsarbeit – hier übersteigt die Nachfrage nach den Angeboten bei weitem das vorhandene Platzangebot, während der Musikunterricht an Schulen immer weiter zurückgeht.
Die Opernleitung verpflichtet sich zu Weltklasse-Produktionen an jedem Abend. Mulders warnt davor, die öffentliche Förderung allein mit wirtschaftlichen Argumenten zu rechtfertigen. Stattdessen seien es die künstlerische Qualität und die Bindung des Publikums, die über die langfristige Zukunft des Hauses entscheiden.
