08 February 2026, 21:12

Krischer besucht Solingen: Radwege und Schwerlastverkehr im Fokus

Eine Stadtstraße mit einem grünen Fahrradweg in der Mitte, umgeben von Gras, Pfählen, Laternen, Schildern, Zäunen, Pflanzen, Bäumen und Gebäuden, unter einem bewölkten Himmel.

Krischer besucht Solingen: Radwege und Schwerlastverkehr im Fokus

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer besuchte diese Woche im Rahmen der Grünen-Tour "Grüne in Verantwortung" Solingen. Im Mittelpunkt des Besuchs standen lokale Verkehrsprojekte sowie Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern über klimafreundliche Infrastruktur. Krischer traf sich mit Politikerinnen und Politikern, Wirtschaftsvertretern sowie Aktivisten, um sich über die laufenden Vorhaben in der Stadt zu informieren.

Während seines Aufenthalts begutachtete Krischer die geplante neue Straßenverbindung zwischen dem Gewerbegebiet Scheuren und der Viehbachtalstraße. Das Projekt soll den Schwerlastverkehr aus dem Wohngebiet Merscheid umleiten und gleichzeitig die Veloroute 2, eine wichtige Radverkehrsachse, aufwerten. Finn Grimsehl-Schmitz von den Grünen führte ihn entlang der Kamper Straße und wies auf gefährliche Stellen hin, an denen fehlende Radwege Fahrradfahrer gefährden.

Am Abend nahm Krischer an einer Diskussionsrunde im Cobra-Veranstaltungsort teil, wo sich rund 80 Solinger Bürgerinnen und Bürger über nachhaltige Verkehrskonzepte austauschten. Themen waren unter anderem der Ausbau der Radwege in der Stadt und künftige Infrastrukturprojekte. Der Minister betonte die gute Übereinstimmung zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft in der lokalen Verkehrspolitik.

Die Veloroute 2 in Solingen wird seit 2020 schrittweise ausgebaut. Der Abschnitt von Ohligs-Mitte bis zum Grünen Weg wurde zwischen 2022 und 2024 fertiggestellt, während die Arbeiten an der Strecke vom Solingen Hbf Süd nach Wiesenhagen 2025 begannen. Zudem laufen Planungen für eine Verlängerung der Route bis nach Wuppertal, nachdem 2023 eine Förderzusage erteilt wurde.

Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) nutzte den Besuch, um mehr Landesunterstützung für Solingens Verkehrsprojekte einzufordern. Zudem regte er eine Überprüfung der landesweiten Straßeninfrastrukturstrategie an, um sie besser an die lokalen Bedürfnisse anzupassen.

Krischers Besuch unterstrich die Bemühungen Solingens, die Radinfrastruktur zu verbessern und den Verkehr in Wohngebieten zu entlasten. Die Gespräche und Ortsbegehungen machten deutlich, wie sehr die Stadt auf Landesförderung für ihre zentralen Verkehrsvorhaben angewiesen ist. Die weiteren Schritte beim Ausbau der Veloroute 2 und der neuen Gewerbestraße hängen nun von künftigen Finanzierungs- und Planungsentscheidungen ab.