Kupfertafel Warnung vor dem Vergessen
Kupfertafel – Mahnmal gegen das Vergessen
Teaser: Die Kupfertafel „Gedenkt der Toten des deutschen Ostens im deutschen Osten“ hat nun einen dauerhaften Platz im Rathaus von Dülken gefunden. Sie soll als Mahnung vor dem Vergessen dienen.
4. Dezember 2025, 10:59 Uhr
Eine lange verschollene Kupfertafel zur Erinnerung an die Toten der deutschen Ostgebiete ist im Rathaus von Dülken wieder aufgestellt worden. Das Werk mit dem Titel „Gedenkt der Toten der deutschen Ostgebiete im deutschen Osten“ wurde nach Jahrzehnten in einem Depot wiederentdeckt. Ihre Rückkehr ist das Ergebnis der Bemühungen lokaler Historiker und Vereine, die sich für die Bewahrung des Gedenkortes einsetzen.
Die Tafel gehörte ursprünglich zum Kreuz des Deutschen Ostens auf dem Dülkener Friedhof und wurde zwischen 1966 und 1969 dort installiert. Bis 2005 blieb sie an diesem Ort, ehe sie durch eine Stele mit zwei Inschriftentafeln ersetzt wurde. Anschließend ging sie in den Besitz der Landsmannschaft Ostpreußen, Westpreußen und Danzig über, die sie in der Ostdeutschen Heimatstube in Viersen ausstellen wollte – ein Vorhaben, das nie umgesetzt wurde.
Stattdessen wurde die Tafel vorläufig im Kreishaus Viersen eingelagert. Bei späteren Umbaumaßnahmen geriet sie in Vergessenheit. 2023 initiierte der Historiker und Autor Andreas Kossert die Suche nach dem verschwundenen Stück. Ein Jahr später wurde es schließlich vom Dülkener Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) in Zusammenarbeit mit der Landsmannschaft wiederaufgefunden. Nach der Wiederentdeckung erhielt die Tafel im Dülkener Rathaus einen Platz, um die Erinnerungskultur zu bewahren. Bei der Aufstellung waren Bürgermeister Christoph Hopp, der stellvertretende Bürgermeister Ertunç Deniz, die VVV-Vorsitzende Ramona Vahle-Bonsels sowie der Zeitzeuge Jürgen Zauner anwesend, um den endgültigen Standort zu begutachten.
Die Tafel steht nun im Dülkener Rathaus als sichtbares Zeichen der Geschichte. Ihre erneute Aufstellung sichert die Botschaft des Mahnmals für kommende Generationen. Das Projekt zeigt, wie lokale Initiativen, Historiker und Verantwortliche gemeinsam das kulturelle Gedächtnis bewahren.