Landesweiter Workshop zeigt: So schützt sich Krankenhauspersonal vor Gewalt
Georgine MansLandesweiter Workshop zeigt: So schützt sich Krankenhauspersonal vor Gewalt
Landweiter Online-Workshop „Schutz vor Gewalt für Krankenhauspersonal“ am 7. Oktober 2025
Am 7. Oktober 2025 fand ein landesweiter Online-Workshop mit dem Titel „Schutz vor Gewalt für Krankenhauspersonal“ statt. Veranstaltet von führenden Gesundheits- und Sicherheitsbehörden, sollte die Veranstaltung auf die wachsende Besorgnis über aggressive Übergriffe in medizinischen Einrichtungen reagieren. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Innenminister Herbert Reul eröffneten die Sitzung mit einer gemeinsamen Videobotschaft und setzten damit ein deutliches Zeichen gegen Gewalt in Krankenhäusern.
Die Live-Übertragung erfolgte aus dem Präventions- und Beratungszentrum der Polizei NRW in Köln. Teilnehmende konnten sich über eine Chatfunktion an den Diskussionen beteiligen, während Praxisvideos reale Konfliktsituationen in Kliniken darstellten. Expertinnen und Experten gaben konkrete Tipps zu Selbstschutz, Deeskalationsstrategien und den rechtlichen Konsequenzen bei Gewaltdelikten.
Der Workshop entstand in Zusammenarbeit der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), dem NRW-Innenministerium, dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) sowie dem Präventionsnetzwerk #SicherImJob. Anne Herr von #SicherImJob betonte, wie wichtig es sei, Sicherheitsmaßnahmen fest in den Klinikalltag zu verankern. Dr. Matthias Ernst, Vizepräsident der KGNW, wies darauf hin, dass Arbeitsplatzgewalt alle Beschäftigten betreffe und nur durch gemeinsames Handeln bekämpft werden könne.
Den Teilnehmenden wurden klare Handlungsanweisungen für den Umgang mit aggressiven Situationen an die Hand gegeben. Die Veranstalter stellten unmissverständlich klar: Gewalt dürfe in keinem Arbeitsumfeld – und schon gar nicht im Gesundheitswesen – toleriert werden.
Der Workshop stattete Krankenhausmitarbeitende mit praktischen Werkzeugen aus, um gewalttätige Vorfälle zu bewältigen und vorzubeugen. Durch die Kombination von Fachwissen, rechtlicher Aufklärung und Beispielen aus der Praxis sollte der Schutz des medizinischen Personals gestärkt werden. Die Organisatoren wiesen darauf hin, dass kontinuierliche Anstrengungen nötig seien, um nachhaltige Sicherheitsverbesserungen in den Kliniken der Region zu erreichen.
