30 January 2026, 19:48

Landshuts neuer Doppelhaushalt 2026/2027: Stabilität trotz knapper Kassen

Ein Kreisdiagramm mit der Überschrift "Mittel nach Förderart, Haushaltsjahr 2020-2021" auf einem weißen Hintergrund, unterteilt in Abschnitte entsprechend der Höhe der Mittel für jede Art.

Landshuts neuer Doppelhaushalt 2026/2027: Stabilität trotz knapper Kassen

Dr. André Jethon, Landshuts Stadtkämmerer, präsentiert den Haushaltsentwurf für 2026/2027

Am 29. Januar stellte Dr. André Jethon, der Stadtkämmerer von Landshut, dem Stadtrat den Entwurf für den Doppelhaushalt 2026/2027 vor. Das Ziel des Plans ist es, trotz anhaltender finanzieller Belastungen stabile Arbeitsbedingungen für die kommenden zwei Jahre zu sichern. Jethon rief zu verantwortungsvollen und pragmatischen Beratungen auf, während die Gremien die Vorschläge prüften.

Die Stadt, die zuvor unter Haushaltssicherung stand, bleibt weiterhin von engen finanziellen Spielräumen geprägt. Der neue Haushalt soll das in 2025 erreichte Konsolidierungsniveau halten und gleichzeitig anhaltende Defizite bewältigen.

Landshuts finanzielle Herausforderungen spiegeln die vieler deutscher Kommunen wider: Steigende Sozialausgaben, marode Infrastruktur, stagnierende Steuereinnahmen und eine starke Abhängigkeit von Landeszuschüssen vertiefen die Haushaltslücke. Angesichts kaum vorhandener Handlungsspielräume bleibt die finanzielle Flexibilität der Stadt stark eingeschränkt, da Personal- und Sozialkosten den Großteil der Mittel binden.

Um den Haushalt auszugleichen, sieht der Entwurf mehrere zentrale Maßnahmen vor: Die Hebesätze für die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer werden angehoben, zudem soll eine Gewinnabführung der städtischen Versorgungsbetriebe zusätzliche Einnahmen generieren. Diese Schritte dienen der Erfüllung der Vorgaben des Haushaltssicherungskonzepts (HSK) und der Einhaltung der fiskalischen Zielvorgaben.

Jethon betonte die Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung unter den gegebenen Rahmenbedingungen. Der Haushalt bietet für die nächsten zwei Jahre ein Gerüst für Stabilität und Planbarkeit – trotz anhaltender externer Belastungen.

Der Doppelhaushalt 2026/2027 setzt Landshuts Konsolidierungskurs fort und schließt akute Finanzierungslücken. Höhere Steuern und Erträge aus den Stadtwerken helfen, die durch stagnierende Einnahmen und steigende Kosten entstandenen Defizite auszugleichen. Der Entwurf geht nun in den Stadtrat zur endgültigen Beschlussfassung, wobei die Verantwortlichen eine disziplinierte Haushaltsführung einfordern.