LANUV bittet um Fotos von Wolfslosung – Bürger helfen bei der Wolfserfassung
Georgine MansStaatliche Behörde sucht Fotos von Wolfkot - LANUV bittet um Fotos von Wolfslosung – Bürger helfen bei der Wolfserfassung
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Nordrhein-Westfalen bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Erfassung von Wölfen in der Region. Durch das Einsenden von Fotos von Wolfslosung können Bürgerinnen und Bürger Fachleuten dabei helfen, die Ausbreitung und den Bestand dieser Tiere zu überwachen. Die Aktion richtet sich besonders an Naturliebhaber, Wanderer und Jäger, die sich häufig im Freien aufhalten, um wertvolle Daten zu sammeln.
Das LANUV hat eine Kampagne gestartet, um über sein „Wolfsportal“ Bilder von Wolfskot zu sammeln. Die Behörde gibt klare Hinweise, wie man Wolfslosung erkennt: Sie ist in der Regel mindestens 20 Zentimeter lang und 2,5 Zentimeter breit und enthält oft sichtbare Haare, Knochenstücke oder andere Überreste von Beutetieren.
Wölfe hinterlassen ihren Kot gezielt an exponierten Stellen – etwa auf erhöhter Fläche oder in der Nähe von menschlichen Bauwerken –, um ihr Revier zu markieren. Dieses Verhalten erleichtert es Passanten, die Spuren zu entdecken und zu fotografieren.
Sobald Fotos hochgeladen werden, prüfen Expertinnen und Experten die Aufnahmen. Falls geeignet, entnimmt ein LANUV-Mitarbeiter eine Probe für eine DNA-Analyse. Der Test zeigt, ob die Losung von einem bereits bekannten Wolf oder einem neuen Individuum stammt. Zudem werden bei Tieren, die mutmaßlich von Wölfen gerissen wurden, Speichelspuren des Räubers für genetische Untersuchungen gesichert.
Die gesammelten Daten helfen dem LANUV, das Wachstum und die Wanderbewegungen der Wolfspopulation in der Region zu dokumentieren. Das Projekt setzt auf die Mitarbeit der Öffentlichkeit, um präzise Informationen über die Wölfe in NRW zu erhalten. Durch die Auswertung von DNA aus Losung und Speichel können einzelne Tiere nachverfolgt und ihre Verbreitung besser verstanden werden. Die Initiative unterstützt so die laufenden Maßnahmen zum Artenschutz und Management der Wolfsbestände.
