21 December 2025, 20:34

Laumann möchte die häusliche Pflege bei der bevorstehenden Pflegereform stärken

Zwei Frauen sitzen auf einem Sofa und halten Babys, mit Kissen auf dem Sofa, einer weißen Wand im Hintergrund und einem Schreibtisch mit Büchern und einer Zimmerpflanze links.

Laumann möchte die häusliche Pflege bei der bevorstehenden Pflegereform stärken

Laumann will häusliche Pflege in geplanter Pflegereform stärken

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) setzt sich in der anstehenden Pflegereform für eine Stärkung der häuslichen Pflege ein.

„Für mich ist das Wichtigste, dass wir die häusliche Pflege in den Mittelpunkt stellen“, sagte er dem MDR. 85 Prozent aller Pflegebedürftigen in Deutschland lebten nicht in Heimen, sondern zu Hause.

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die Bedeutung der häuslichen Pflege für die geplante Pflegereform in Deutschland betont. Er bezeichnete sie als den zentralen Baustein der Reform und warnte, dass eine angemessene Unterstützung von Pflegebedürftigen ohne sie scheitern werde. Gleichzeitig bestätigte der Minister, dass mögliche Anpassungen der Pflegegrade nicht rückwirkend gelten werden.

Laumann, in dessen Ressort auch Arbeit und Soziales fallen, drängt auf eine bessere Ausstattung der ambulanten Pflege. Seine Position spiegelt einen klaren Trend wider: 85 Prozent der Pflegebedürftigen in Deutschland werden bereits zu Hause versorgt – nicht in stationären Einrichtungen. Der Minister ist überzeugt, dass diese Realität die Reform prägen muss.

Ohne eine verlässliche häusliche Pflege, so Laumann, könne das System den wachsenden Bedarf nicht decken. Er verwies darauf, dass die meisten Menschen im Falle von Pflegebedürftigkeit in ihrer vertrauten Umgebung bleiben möchten. Seine Vorschläge zielen darauf ab, die dafür notwendigen Strukturen zu stärken. Die Äußerungen des Ministers fallen in die laufenden Beratungen zur Pflegereform. Zwar stehen noch nicht alle Details fest, doch steht für ihn fest: Bestehende Einstufungen in Pflegegrade bleiben für zurückliegende Fälle unverändert.

Der Fokus auf die häusliche Pflege entspricht den Wünschen der Mehrheit der Pflegebedürftigen. Laumanns Ansatz soll Versorgungslücken vermeiden und gleichzeitig für faire Übergangsregelungen sorgen. Die endgültigen Maßnahmen hängen nun von weiteren Verhandlungen zwischen Bund und Ländern ab.