Leverkusen siegt gegen Frankfurt – doch Andrich warnt vor Selbstzufriedenheit
Gordon Adler"Noch nicht zufriedenstellend": Andrich selbstkritisch nach Sieg - Leverkusen siegt gegen Frankfurt – doch Andrich warnt vor Selbstzufriedenheit
Bayer Leverkusen setzt Siegesserie auf drei Spiele fort – Andrich mahnt trotz 3:1 gegen Eintracht Frankfurt zur Verbesserung
Mit einem 3:1 (2:0) gegen Eintracht Frankfurt hat Bayer Leverkusen ihre Siegesserie auf drei Partien ausgeweitet. Trotz des Erfolgs zeigte sich Mannschaftskapitän Robert Andrich kritisch gegenüber der Leistung seiner Mannschaft und forderte vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen den FC St. Pauli am Dienstag deutliche Steigerungen.
Der Sieg markiert eine Trendwende nach einer schwierigen Phase nach der Winterpause, auch wenn die Leistungen weiterhin von Schwankungen geprägt sind.
Die Werkself ging zur Halbzeit mit einem komfortablen 2:0 in Führung, ließ Frankfurt aber bis zum Schluss im Spiel. Selbst mit einem 20-minütigen Überzahlspiel gelang es Leverkusen nicht, die Partie vollständig zu kontrollieren. Andrich räumte später ein, es habe sich angefühlt, als hätten sie in Unterzahl gespielt – obwohl sein Team einen Spieler mehr auf dem Platz hatte.
Eine umstrittene Szene gab es früh, als Andrich im Strafraum mit Eintracht-Stürmer Arnaud Kalimuendo aneinandergeriet. Der Schiedsrichter lehnte Elfmeter-Forderungen ab, der Kapitän akzeptierte die Entscheidung ohne Protest.
Der Erfolg folgt auf den 1:0-Sieg gegen Werder Bremen am 24. Januar, der eine Serie von drei Niederlagen – darunter gegen Stuttgart (1:4) und Hoffenheim (0:1) – beendete. In jüngsten Spielen zeigt sich eine bessere Effizienz in der zweiten Halbzeit, etwa durch Aleix Garcias spätes Siegtor in der Nachspielzeit gegen Bremen. Dennoch liegt Leverkusen mit 35 Punkten aus 19 Spielen nur auf Platz sechs der Bundesliga – weit entfernt von der Dominanz der Vorsaison 2023/24.
Vor dem Pokalspiel bleibt die Teilnahme von Mittelfeldspieler Ibrahim Maza wegen einer leichten Knieverletzung ungewiss. Anpfiff gegen den FC St. Pauli ist am Dienstag um 20:45 Uhr MEZ, live zu sehen auf ZDF und Sky.
Drei Siege in Folge deuten auf eine Erholung nach dem vorherigen Formtief hin, doch Andrichs Kritik unterstreicht anhaltende Baustellen. Nun richtet sich der Fokus auf den DFB-Pokal, wo die Mannschaft die positive Dynamik in die K.-o.-Phase mitnehmen will.
Die Partie gegen St. Pauli wird vor allem eine Prüfung für die mentale Stärke – besonders, falls Maza verletzungsbedingt weiterhin fehlt.