08 February 2026, 15:24

Leverkusens Champions-League-Traum wankt nach schwachem Remis gegen Gladbach

Eine Gruppe frustrierter Männer in Schwarz-Weiß-Kleidung steht zusammen auf einem Fußballfeld, im Hintergrund ein Stadion.

Leverkusens Champions-League-Traum wankt nach schwachem Remis gegen Gladbach

Bayer Leverkusens Hoffnungen auf die Champions League erleiden Dämpfer nach enttäuschendem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach

Die Aussichten von Bayer Leverkusen auf einen Platz in der Champions League haben nach einem enttäuschenden 1:1 gegen den abstiegsbedrohten Borussia Mönchengladbach einen Rückschlag erlitten. Trainer Kasper Hjulmand kritisierte seine Mannschaft offen und bezeichnete ihre Leistung als "langsam und ohne Intensität" – ein Vorwurf, den er seit Monaten nicht mehr erhoben hatte.

Das Ergebnis hinterlässt bei Leverkusen Frust, da die Mannschaft eine Chance verpasste, in der Bundesliga-Tabelle weiter aufzusteigen.

Im Spiel am 7. Februar 2026 ging Gladbach durch Yannik Engelhardt in der 10. Minute früh in Führung. Leverkusen glich zwar noch vor der Pause aus, allerdings nur durch ein Eigentor von Gladbachs Philipp Sander in der 44. Minute. Trotz klarer Ballvorherrschaft gelang es den Leverkusenern nicht, die defensiv gut organisierten Gladbacher zu brechen – eine Mannschaft, die in dieser Saison bereits acht Siege ohne Gegentor verbuchen konnte.

Nach dem Spiel gab Hjulmand zu, "wirklich wütend" über die mangelnde Entschlossenheit seiner Spieler zu sein. Er kritisierte ihre träge Reaktion und das Fehlen von Kampfgeist – eine seltene Wutausbruch des sonst so gelassenen Trainers. Sportdirektor Simon Rolfes hingegen verteidigte das Team und wies Vorwürfe zurück, es mangele an mentaler Stärke oder Siegeswillen.

Rolfes verwies auf den vollen Spielplan Leverkusens als Grund für die aktuelle Schwächephase und betonte, dass selbst Top-Teams mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hätten. Zudem erinnerte er daran, dass die Mannschaft vier der letzten fünf Spiele gewonnen habe – ein Beweis für ihre Qualität. Dennoch forderte er, dass das im Sommer umgebaute Team nun schneller reifen und in den kommenden Wochen konstanter auftreten müsse.

Gladbach, das nach 20 Spieltagen zwischen dem 10. und 15. Platz pendelt, überrascht viele mit seiner Widerstandsfähigkeit. Trotz der unteren Tabellenplatzierung hält die defensive Stabilität – inklusive acht Siegen zu Null – die Mannschaft vorerst aus der direkten Abstiegsgefahr, anders als in vergangenen Spielzeiten.

Das Remis bedeutet für Leverkusen, dass sie im Kampf um die Top Vier noch viel Arbeit vor sich haben. Hjulmands Frust und Rolfes' Appell zur Verbesserung deuten auf eine entscheidende Phase hin. Gleichzeitig gibt Gladbachs solide Defensive weiterhin Hoffnung, den Abstiegskampf erfolgreich zu meistern.