27 June 2026, 16:25

Leverkusens Traum vom Nachwuchsleistungszentrum scheitert an Monheimer Politik

Bayer-Chef Anderson mischt sich in Streit um Jugendcamp in Leverkusen ein

Leverkusens Traum vom Nachwuchsleistungszentrum scheitert an Monheimer Politik

Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Nachwuchsleistungszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten hat sich der Verein nun für Monheim am Rhein entschieden. Doch das Projekt stößt auf massiven Widerstand aus der lokalen Politik.

Der geplante Campus in Monheim am Rhein soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege umfassen. Trotz dieser Vorteile hat der Verein seine Pläne aufgrund anhaltender politischer Widerstände bereits mehrfach zurückgestutzt. Sämtliche Kompromissvorschläge Leverkusens wurden bisher abgelehnt.

Die Dringlichkeit für die neue Anlage ergibt sich auch aus den Infrastruktur-Risiken durch den geplanten Ausbau einer Autobahn in der Nähe des aktuellen BayArena-Standorts. Sportdirektor Simon Rolfes warnte, dass die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Vereins vom Gelingen des Projekts abhänge. Gleichzeitig bestätigte Bayer-AG-Chef Bill Anderson, dass das Unternehmen die Entwicklungen genau verfolge.

Die regierende Peto-Partei verlor bei den Kommunalwahlen 2025 ihre Mehrheit im Stadtrat. Die neue Koalition blockiert seitdem den Campus mit Verweis auf Klimaschutz und Umweltbedenken.

Das Trainingszentrum bleibt jedoch entscheidend für Leverkusens langfristige Planung. Ohne Genehmigung droht dem Verein der Rückstand durch veraltete Strukturen. Die politische Blockade verzögert weiterhin jede Weiterentwicklung des Vorhabens.

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