LVM Versicherung prägte vor 30 Jahren das Homeoffice in Deutschland
LVM Versicherung führte vor fast 30 Jahren eines der ersten Homeoffice-Modelle Deutschlands ein. Das Projekt startete 1995 als kleiner Pilotversuch, um die Platznot am Unternehmenssitz am Kolde-Ring in Münster zu entschärfen. Heute ist daraus ein etabliertes Konzept geworden.
Am 1. Oktober 1995 begann das Programm mit nur 35 Mitarbeitenden. Das Interesse stieg rasant – noch vor Ende der Testphase meldeten sich über 100 Beschäftigte an. Doch die Anfänge waren nicht ohne Herausforderungen: Besonders die Einrichtung zuverlässiger Telefonverbindungen gestaltete sich schwierig.
Schon vor dem Pilotprojekt hatte die LVM die technischen Voraussetzungen geschaffen. Mitte der 1990er Jahre entwickelte das Unternehmen das LVM-Agentur-System (LAS), das einen sicheren, dezentralen Datenzugriff ermöglichte. Damit war mobiles Arbeiten bereits Realität, lange bevor es flächendeckend Verbreitung fand.
Der Erfolg des Modells strahlte über die LVM hinaus aus: Der erste Betriebsvereinbarungstext zu Homeoffice-Regelungen diente später als Vorlage für Tarifverhandlungen in anderen Unternehmen. Beschäftigte wie Doris Kemper-Lüfkens, Leiterin der Marktforschung, nennen flexible Arbeitsmodelle heute als entscheidenden Grund für ihre Entscheidung, zum Versicherer zu wechseln.
Mittlerweile variieren die flexiblen Regelungen je nach Position und Teamvereinbarung. Zudem können Mitarbeitende bis zu zwei Wochen mobilen Arbeitens pro Jahr nutzen – auch von Standorten außerhalb Deutschlands. Was einst als Lösung für Platzprobleme begann, ist heute eine langjährige Unternehmenspolitik. Das Modell unterstützt inzwischen Tausende Beschäftigte und bietet ihnen mehr Freiheit bei der Wahl ihres Arbeitsorts.
Für die LVM war die frühe Einführung von Remote Work prägend – sowohl für die eigenen Abläufe als auch für branchenweite Standards.
