Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit neuem Platznamen
Dragan ZimmerZum Geburtstag: Menden eröffnet den Margot-Friedländer-Platz - Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit neuem Platznamen
Ein Platz in Menden wird bald den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. Die Entscheidung geht auf einen Vorschlag lokaler Schülerinnen und Schüler zurück und würdigt damit ihr Leben und Vermächtnis. Friedländer, die am 9. Mai im Alter von 103 Jahren verstorben ist, wird an ihrem Geburtstag mit dieser Ehre bedacht werden.
Der Stadtrat von Menden stimmte einstimmig dafür, den Platz in der Nähe des Rathauses nach Friedländer zu benennen. Die Initiative stammte von Schülerinnen und Schülern des Netzwerks Eyes Open!, das sich gegen Ausgrenzung einsetzt und die Würde des Menschen verteidigt.
Die offizielle Einweihung findet am Mittwoch um 18 Uhr statt. Während der Zeremonie werden Videoaufnahmen mit Friedländers eigenen Zeitzeugenberichten gezeigt. Zudem wird der Sänger Max Raabe voraussichtlich mit einer Botschaft beitragen.
Ähnliche Vorschläge, Straßen oder Plätze nach Friedländer zu benennen, wurden auch in Berlin diskutiert. Doch Menden ist die erste bestätigte Stadt, die ihr auf diese Weise gedenkt.
Der neu benannte Margot-Friedländer-Platz wird als dauerhafte Erinnerung an ihre Geschichte dienen. Bei der Einweihungsfeier stehen ihre Erlebnisse im Mittelpunkt – durch aufgezeichnete Reden und Würdigungen. Die zentrale Lage des Platzes nahe dem Rathaus sorgt dafür, dass er ein sichtbarer Teil des öffentlichen Raums in Menden bleibt.






