Merkur startet Großoffensive mit Spielautomaten in Nordamerika bis 2026
Georgine MansDeutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur startet Großoffensive mit Spielautomaten in Nordamerika bis 2026
Deutscher Glücksspielriese Merkur setzt auf Nordamerika
Nach der Übernahme des US-Unternehmens Gaming Arts im Jahr 2025 rückt der deutsche Spielautomatenhersteller Merkur den nordamerikanischen Markt in den Fokus. Mit dem Vorhaben, allein in diesem Jahr Hunderte Spielautomaten dorthin zu liefern, startet das Unternehmen eine große Offensive in den USA. Die Führungsetage sieht in der Region großes Wachstumspotenzial – nicht zuletzt wegen des dort stark konzentrierten Glücksspielsektors.
Im Jahr 2024 verzeichnete Merkur einen Konzernumsatz von 2,1 Milliarden Euro, ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bis 2026 strebt das Unternehmen nun ein weiteres Wachstum von zehn Prozent an und peilt damit rund 2,3 Milliarden Euro an. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die Expansion in den USA und Kanada, wo Merkur innerhalb von drei Jahren jährlich 5.000 Spielautomaten absetzen will.
Die erste Lieferung von 800 bis 1.000 Geräten ist für 2025 geplant – alle produziert im Merkur-Werk im nordrhein-westfälischen Lübbecke. Neben klassischen Automaten will das Unternehmen auch virtuelle Spiele auf den Markt bringen, sowohl für Online-Plattformen als auch für digitale Casinolösungen. Mit diesem doppelten Ansatz will Merkur seine Position in einem Markt festigen, in dem bereits über 100.000 seiner Automaten weltweit im Einsatz sind.
Unternehmenschef Lars Felderhoff betonte die starke Konzentration des US-Marktes als entscheidenden Vorteil. Mit 15.300 Mitarbeitern weltweit generiert Merkur seine Umsätze bisher vor allem in Deutschland und Großbritannien. Die Nordamerika-Offensive soll die Einnahmequellen diversifizieren und den Anteil an den wachsenden Erträgen aus dem Online-Glücksspiel erhöhen.
Die Übernahme von Gaming Arts und die geplanten Lieferungen unterstreichen Merkurs entschlossenen Einstieg in Nordamerika. Durch die Kombination aus physischen und digitalen Spielangeboten könnte das Unternehmen seine Umsatzstruktur in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Gelingt die Expansion, könnte sie Merkurs Stellung als führender Anbieter in der globalen Glücksspielbranche weiter festigen.






