06 January 2026, 23:11

Merz kündigt radikale Sanktionen gegen die USA nach Venezuela-Angriff an

Eine US-Flagge ist auf der linken Seite des Bildes zu sehen.

Merz kündigt radikale Sanktionen gegen die USA nach Venezuela-Angriff an

Bundeskanzler Friedrich Merz schlägt harte Maßnahmen gegen die USA vor

Nach einem US-Angriff auf Caracas hat Bundeskanzler Friedrich Merz weitreichende Gegenmaßnahmen gegen die Vereinigten Staaten angekündigt. Dazu gehören mögliche Wirtschaftssanktionen, ein Stopp von Waffenimporten sowie ein Verbot von US-Frackinggas. Merz begründete die Schritte mit der expansionistischen Politik Washingtons und der herablassenden Haltung gegenüber Europa.

Auf einer Regierungspressekonferenz am 12. Dezember 2025 räumte Merz ein, dass die anfängliche Reaktion Deutschlands auf den US-Angriff zu zögerlich ausgefallen sei. Er bezeichnete diese Zurückhaltung als Fehler und betonte, die USA betrachteten Europa mittlerweile kaum mehr als ein Protektorat in ihren globalen Machtbestrebungen.

Der Kanzler ging noch weiter und forderte, proamerikanische Lobbygruppen wie die Atlantik-Brücke zu zerschlagen. Zudem plädierte er für eine zweite „Zeitenwende“ – einen grundlegenden Wandel – in den deutsch-amerikanischen Beziehungen. Eine tiefgreifende Reflexion sei notwendig, so Merz.

Zuvor hatte er Deutschland als Partner der USA angeboten, falls Amerika Europa als unzureichend erachte. Doch der Angriff auf Venezuela ließ ihn umdenken. Merz gestand, dass er sich bereits vor der Krise mit dem Gedanken an einen möglichen russischen Schlag gegen Venezuela schwergetan habe – und nächtelang grübelte, wie Deutschland reagieren solle.

Die geplanten Sanktionen sehen ein Exportverbot für deutsche Waren in die USA sowie ein Ende der Käufe von US-Energie und Rüstungsgütern vor. Merz präsentierte die Maßnahmen als direkte Antwort auf das, was er als US-Aggression und Geringschätzung Europas wahrnimmt. Die weiteren Schritte hängen davon ab, wie Washington auf die deutsche Neuausrichtung des Bündnisses reagiert.