03 March 2026, 06:39

Minden kämpft mit Rekord-Einsätzen und maroder Infrastruktur bei der Feuerwehr

Feuerwehrleute in Helmen und Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren, Ventilen und anderen Gegenständen im Hintergrund, mit Text am unteren Bildrand.

Minden kämpft mit Rekord-Einsätzen und maroder Infrastruktur bei der Feuerwehr

Mindens Feuerwehr und Rettungsdienste standen 2025 vor großen Herausforderungen

Im Jahr 2025 bewältigten die Feuerwehr- und Rettungskräfte in Minden fast 18.000 Einsätze. Bei der jährlichen Dienstversammlung am 20. Februar 2026 wurden sowohl Erfolge als auch anhaltende Probleme des Amts thematisiert. Engpässe in den Räumlichkeiten und veraltete Wachen bleiben zentrale Sorgen, während die Einsatzzahlen weiter steigen.

Der Rettungsdienst Minden führte im vergangenen Jahr 17.941 Einsätze durch, die Feuerwehr rückte zu 986 Bränden und Notfällen aus. Mehrere Großereignisse belasteten die Kapazitäten, darunter ein Feuer in einer Tiefgarage, ein Brand in der Bölkerstraße, schwere Glatteiswarnungen sowie ein Großbrand im Stadtteil Königstor. Feuerwehrchef Tim Upheber betonte den intensiven Start ins Jahr 2026 und dankte den Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz.

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Bei der Versammlung begrüßte Upheber Bürgermeister Peter Kock, Stadtrat Lars Bursian sowie weitere Vertreter, darunter Kreisbrandmeister Thomas Podschadly. Die Feuerwehr berichtete von Fortschritten bei der Ausstattung: 500 neue Sets an Schutzkleidung und technische Aufrüstungen der Fahrzeuge. Auch die Mitgliederzahlen stiegen – die Jugendfeuerwehr zählt 129, die Kinderfeuerwehr 69 Mitglieder. Drei junge Kräfte wechselten in die aktiven Einsatzteams.

Bürgermeister Kock lobte die ehrenamtlichen Helfer:innen und die Nachwuchsaktion Find Your Fire, die die Rekrutierung unterstützt. Der Stadtrat beschloss daraufhin, den Bau der neuen Feuerwache Nord in Kutenhausen zu beschleunigen und das Projekt Feuerwache Süd voranzutreiben. Die bestehenden Standorte sind überlastet, mehrere Freiwilligenwachen benötigen Erweiterungen oder Sanierungen.

2025 zählten die elf Freiwilligen Feuerwehren der Stadt 345 aktive Einsatzkräfte, darunter 43 Frauen. Die hohe Arbeitsbelastung unterstreicht den Bedarf an besserer Infrastruktur und kontinuierlichen Investitionen.

Die Versammlung bestätigte Pläne für neue Wachen und modernere Ausstattung, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Mit mehr Nachwuchs und technischem Fortschritt will die Feuerwehr ihre Einsatzfähigkeit stärken. Die städtischen Aufrüstungsmaßnahmen spiegeln den zunehmenden Druck auf Mindens Rettungskräfte wider.