19 March 2026, 12:35

Moers bewahrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Schirmherrschaft der Bürgermeisterin

Schwarzes und weißes Foto einer jüdischen Synagoge in New York City, das Treppen, Geländer, Säulen, eine Tür und eine Wand zeigt.

Moers bewahrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Schirmherrschaft der Bürgermeisterin

Moers hat einen neuen Schritt zur Bewahrung jüdischer Geschichte und zur Bekämpfung von Antisemitismus unternommen. Bürgermeisterin Julia Zupancic begrüßte kürzlich Vorstandsmitglieder der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und übernahm damit offiziell die Schirmherrschaft über die Initiative. Gleichzeitig stellte die Gruppe eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens" vor, die das jüdische Erbe der Stadt und seine fast vollständige Auslöschung im Laufe der Zeit dokumentiert.

Die Wurzeln der Gesellschaft reichen bis in die Basisbewegungen der 1980er-Jahre zurück. Heinz Kremers, eine zentrale Figur der Initiative, erhielt 1986 für sein Engagement im christlich-jüdischen Dialog die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille. Über die Jahrzehnte hinweg hat die Organisation ihre Aktivitäten ausgeweitet und Bildungsmaterialien wie die aktuelle Broschüre erstellt, die Synagogen, Stolpersteine als Mahnmale sowie die Deportationen aus Moers thematisiert.

Die neue Publikation, die für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen erhältlich ist, beleuchtet die frühe jüdische Gemeinde und die wenigen verbleibenden Zeugnisse ihrer Existenz. Neben der Forschung organisiert die Gesellschaft Stadtführungen, bei denen Mitglieder wie Heidi Nüchter-Blömeke Besucher durch historische Stätten führen. Kooperationen mit Schulen sorgen dafür, dass sich auch jüngere Generationen mit dem Thema auseinandersetzen, während Veranstaltungen zu Demokratie und Erinnerung ein breiteres Publikum anziehen.

Die von Bürgermeisterin Zupancic bei dem jüngsten Treffen bekannt gegebene Schirmherrschaft unterstreicht das Engagement der Stadt für diese Anliegen. Die Gesellschaft pflegt zudem bundesweite Kontakte und konnte durch diese Verbindungen die Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers holen. Ein weiterer Preisträger, Nikolaus Schneider, hat maßgeblich zur Verwirklichung ihrer Ziele beigetragen.

Die Veröffentlichung der Broschüre und die Unterstützung der Bürgermeisterin markieren eine erneute Konzentration auf die jüdische Geschichte Moers'. Bildungsprogramme und öffentliche Führungen werden fortgesetzt, wobei die Einbindung junger Menschen weiterhin Priorität hat. Mit dem offiziellen Rückhalt der Stadt geht die Gesellschaft gestärkt in das Jahr 2025.

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