Mönchengladbachs Energiebericht 2024: Höhere Kosten trotz stabilen Verbrauchs und Modernisierungserfolge
Gordon AdlerMönchengladbachs Energiebericht 2024: Höhere Kosten trotz stabilen Verbrauchs und Modernisierungserfolge
Energiebericht 2024 für Mönchengladbach zeigt gemischte Bilanz bei Verbrauch und Kosten
Der Energiebericht 2024 von Mönchengladbach weist unterschiedliche Entwicklungen bei Verbrauch und Ausgaben auf: Während der Strom- und Erdgasverbrauch stabil blieb, stiegen die Gesamtkosten für Energie um 53 Prozent. Gleichzeitig führte die Stadt ein großes Beleuchtungsmodernisierungsprojekt durch, das die Kosten und Emissionen in öffentlichen Gebäuden senkte.
Im vergangenen Jahr gab Mönchengladbach 10,7 Millionen Euro für Energie aus – ein deutlicher Anstieg gegenüber 7 Millionen Euro im Jahr 2023. Dieser Kostenanstieg erfolgte trotz eines konstanten Verbrauchs an Strom (13,32 Millionen kWh) und Erdgas (50,4 Millionen kWh). Allerdings stieg der Heizölverbrauch von 4,75 Millionen auf 6 Millionen kWh.
Die größten Energieverbraucher waren die Schulen, die 49 Prozent des Strombedarfs ausmachten. Kultureinrichtungen folgten mit 16 Prozent, Sportstätten mit 11,4 Prozent und Verwaltungsgebäude mit 9 Prozent. Der Bericht umfasste über 350 Gebäude mit einer Gesamtfläche von 750.000 Quadratmetern.
Ein mit 850.000 Euro budgetiertes Beleuchtungsmodernisierungsprojekt – zur Hälfte durch Bundesfördermittel finanziert – erwies sich als kosteneffizient. Es ermöglichte eine Stabilisierung des Stromverbrauchs bei gleichzeitig gestiegener Effizienz. Zudem plant die Stadt, die Energieerfassung zu modernisieren, indem alte Zähler durch digitale Systeme ersetzt und Verbrauchsdaten für Wasser, Wärme und Strom in einer gemeinsamen Plattform gebündelt werden.
Die CO₂-Emissionen der städtischen Gebäude blieben mit 16.643 metrischen Tonnen CO₂-Äquivalenten auf dem Niveau des Vorjahres.
Der Bericht zeigt sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen auf: Zwar stiegen die Energiekosten deutlich an, doch Maßnahmen wie das Beleuchtungsprojekt brachten Einsparungen. Künftig sollen digitale Zähler die Überwachung vereinfachen und die Verschwendung in öffentlichen Einrichtungen reduzieren.






