Münchner Kneipe verlangt 25 Euro fürs Erbrechen – ist das gerecht?
Münchner Kneipe führt 25-Euro-Gebühr für Erbrechen ein
Wer in einer Münchner Gaststätte kotzt, muss künftig 25 Euro zahlen. Die Gebühr ist bar zu entrichten, wie ein Schild im Lokal klarstellt. Die Betreiber begründen die Maßnahme mit dem Respekt vor ihrem Reinigungspersonal. Unterdessen sorgte ein Foto, das ein anderer Nutzer teilte, für Aufsehen: In einer anderen Einrichtung wird für das Erbrechen ins Becken sogar eine Strafe von 100 Dollar fällig.
In den sozialen Medien ist die Reaktion gespalten. Manche Nutzer halten 25 Euro für zu niedrig und fordern höhere Beträge. Andere zweifeln an, ob das Geld tatsächlich beim Personal ankommt, und stellen die Fairness der Regel infrage. Einige Kommentatoren verteidigen die Gebühr und verweisen darauf, dass ähnliche Abgaben in anderen Ländern und Betrieben bereits üblich seien.
Die Meinungen gehen auseinander – von "unverhältnismäßig" bis "überfällig". Offizielle Zahlen, wie viele Münchner Kneipen die Regel bereits übernommen haben, liegen nicht vor.
Die Entscheidung der Gaststätte wirft grundsätzliche Fragen zu Verantwortung und Sauberkeit in öffentlichen Räumen auf. Während die einen die Gebühr als notwendig erachten, sehen andere darin eine ungerechte oder wirkungslose Maßnahme. Mit dem nahenden Oktoberfest, wenn die Lokale noch stärker frequentiert werden, dürfte die Debatte weiter an Fahrt aufnehmen.