Münster beleuchtet 2025 die deutsche Kolonialgeschichte in neuem Themenraum
Georgine MansMünster beleuchtet 2025 die deutsche Kolonialgeschichte in neuem Themenraum
Münster veranstaltet im Oktober 2025 eine Reihe bildungspolitischer Formate zum deutschen Kolonialismus
Vom 8. bis 9. Oktober 2025 können Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen im „Themenraum Kolonialismus“ des Stadtmuseums Münster die deutsche Kolonialgeschichte erkunden. Die offenen Studienangebote – ohne Voranmeldung zugänglich – beleuchten die Überseegebiete Deutschlands in Afrika, im Pazifik und in China zwischen 1884 und 1919. Gruppen, die den angrenzenden Arbeitsraum für Diskussionen oder Projekte nutzen möchten, werden gebeten, sich vorher anzumelden.
Der „Themenraum Kolonialismus“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von 15 lokalen Einrichtungen, darunter das Historische Seminar der Universität Münster und das Stadtmuseum. Eine öffentliche Führung durch die Ausstellung findet am 11. Oktober um 16 Uhr statt (Eintritt: fünf Euro, ermäßigt drei Euro).
Letzte Chance: Pan Walthers Fotodokumentation der Roma-Pilgerfahrt Parallel dazu endet am 12. Oktober die Ausstellung „Pan Walther (1921–1987) – Sara-la-Kâli: Die Wallfahrt in Saintes-Maries-de-la-Mer“. Walthers Aufnahmen halten die jährliche Pilgerfahrt der Roma in Südfrankreich fest – zu einer Zeit, als der Massentourismus das Ereignis noch nicht geprägt hatte. Seine Bilder bewahren einen Moment, in dem die Tradition ihren ursprünglichen, intimen Charakter bewahrt hatte.
Historisches Jubiläum der Luftfahrt Die Termine markieren zudem ein historisches Datum der deutschen Luftfahrt: Am 8. Oktober 1961 veranstaltete der Landesverband Nordrhein-Westfalen des Deutschen Aero Clubs seinen ersten Junioren-Wettbewerb mit zehn Freiflugballons.
Die Studientage und die öffentliche Führung bieten die Möglichkeit, sich anhand von Archivmaterialien und Fachgesprächen mit der deutschen Kolonialvergangenheit auseinanderzusetzen. Die Walther-Ausstellung hingegen gibt noch einmal Einblick in seltene Aufnahmen einer kulturellen Tradition vor ihrer modernen Veränderung. Beide Veranstaltungen zeigen, wie historische Dokumentation unser Verständnis der Vergangenheit prägt.
