27 March 2026, 00:34

Neue Atomtransporte in Deutschland: Erster CASTOR-Behälter erreicht Ahaus unter Protesten

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straßendemonstration gegen Atomkraft in Deutschland, mit Transparenten und Fahnen, mit Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund.

Neue Atomtransporte in Deutschland: Erster CASTOR-Behälter erreicht Ahaus unter Protesten

In Deutschland hat eine neue Runde von Atomtransporte begonnen: Radioaktives Material wird vom Forschungszentrum Jülich zur Zwischenlagerstätte Ahaus gebracht. Der erste dieser Transporte traf in den frühen Morgenstunden des Mittwochs ein, nachdem er eine streng überwachte 170-Kilometer-Strecke zurückgelegt hatte. Die Behörden setzten umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen ein, um die Sicherheit während der Aktion zu gewährleisten.

Der Konvoi verließ Jülich gegen 10 Uhr morgens mit einem der CASTOR-Behälter an Bord. Er fuhr auf einer von regulärem Verkehr freigehaltenen Route, wobei Straßen in der Nähe des Lagerstandorts komplett gesperrt wurden. Rund 2.400 Einsatzkräfte sicherten den Transport ab, unterstützt von Strahlenschutzteams, Anti-Drohnen-Einheiten und Spezialkräften.

Während des Transports gab es keine Störungen oder Sicherheitsvorfälle. Der Behälter erreichte Ahaus in den frühen Morgenstunden des Mittwochs – es war die 152. solche Lieferung seit dem letzten großen Transport vor 28 Jahren.

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Atomkraftgegner versammelten sich entlang der Route und hielten eine Mahnwache vor den Toren der Anlage ab. Auch als der Behälter eintraf, hielten die Proteste an – ein Zeichen für den anhaltenden Widerstand gegen die deutsche Atommüllpolitik. Oppositionspolitiker kritisierten die Transporte ebenfalls und hinterfragten deren Zeitpunkt und Notwendigkeit.

Bis zu drei CASTOR-Transporter können gleichzeitig im Einsatz sein. Die Behörden rechnen in den kommenden Wochen und Monaten mit weiteren 50 bis 150 Transporten. Der jüngste Transport erhöht die Zahl der bereits in Ahaus gelagerten CASTOR-Behälter auf 152. Die Verantwortlichen bestätigten, dass die Aktion dank der massiven Sicherheitsvorkehrungen und sorgfältiger Planung ohne Zwischenfälle verlief. Weitere Transporte werden folgen, während Deutschland weiterhin sein nukleares Erbe bewältigt.

Quelle