Neue Führung für Gütestellen-Mediatoren: Willich stärkt Konfliktlösung ohne Gericht
Gordon AdlerNeue Führung für Gütestellen-Mediatoren: Willich stärkt Konfliktlösung ohne Gericht
Schloss Neersen in Willich war Austragungsort der diesjährigen Mitgliederversammlung des Krefeld-Moerser Bezirksverbands der Gütestellen-Mediatoren. Die Veranstaltung brachte Mediatorinnen und Mediatoren aus der gesamten Region zusammen und markierte einen wichtigen Moment für die lokale Konfliktlösung. Veranstalter und Vertreter betonten die wachsende Bedeutung der Mediation, um die Gerichte zu entlasten.
Eröffnet wurde die Zusammenkunft von Carla Walter, der langjährigen Vorsitzenden, und Clemens Braun, dem geschäftsführenden Vorstand. Beide begrüßten die Teilnehmer aus verschiedenen Gerichtsbezirken, kündigten jedoch an, nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Trotz des Rückzugs aus den Führungspositionen werden sie weiterhin als Mediatoren in Willich und Umgebung tätig sein.
Dr. Axel Schröder, Direktor des örtlichen Amtsgerichts, unterstrich die Notwendigkeit einer größeren öffentlichen Anerkennung außergerichtlicher Mediation. Er verwies darauf, dass solche Angebote nicht nur zur Entlastung der Gerichte beitrügen, sondern auch schnellere und weniger formelle Lösungen böten. Dr. Bernd Wermeckes, Präsident des Landgerichts Krefeld, unterstützte diese Position und betonte die Abhängigkeit der Justiz von qualifizierten Gütestellen-Mediatoren.
Im Rahmen der Versammlung kam es zu personellen Wechseln in der Führung: Jacqueline Mende aus Nettetal wurde einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt, während Jürgen Klein aus Moers die Position des geschäftsführenden Vorstands übernahm. Ihre Ernennung deutet auf eine neue Ausrichtung des Verbands hin.
Guido Goertz, Landtagsabgeordneter und stellvertretender Bürgermeister von Willich, lobte das Engagement der ehrenamtlichen Mediatoren. Er bezeichnete ihre Arbeit als unverzichtbar für den sozialen Zusammenhalt, da sie durch praxisnahe und bürokratiearme Ansätze Konflikte entschärften. Ulrich Liebscher, ein weiterer Teilnehmer, hob Schloss Neersen als passenden Veranstaltungsort hervor – ein Zeichen für das starke Bekenntnis Willichs zu Konfliktlösung und gemeinnützigem Engagement.
Die Veranstaltung auf Schloss Neersen unterstrich die Bedeutung der Mediation, um den Druck auf die Justiz zu verringern und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Mit der neuen Führung will der Verband seine Reichweite ausbauen und die öffentliche Teilhabe fördern. Die Unterstützung durch die Stadt Willich festigt zudem ihre Rolle als Zentrum für ehrenamtliche Konfliktlösung.