Neue Gemeinschaftsdolmetscher stärken Integration in NRW mit Fachwissen und Sprachkompetenz
Ignaz KreuselNeue Gemeinschaftsdolmetscher stärken Integration in NRW mit Fachwissen und Sprachkompetenz
In Nordrhein-Westfalen hat eine neue Gruppe von Gemeinschaftsdolmetschern ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Das vom Land finanzierte und vom Kommunalen Integrationszentrum koordinierte Programm bereitet die Teilnehmenden auf Einsätze in sozialen Diensten, im Bildungsbereich und im Gesundheitswesen vor.
Die frisch ausgebildeten Dolmetscherinnen und Dolmetscher bringen Sprachkenntnisse in Arabisch, Aserbaidschanisch und Bosnisch mit – viele verfügen zudem über Hochschulabschlüsse in Fächern wie Biologie, Chemie oder Medizin.
Das Qualifizierungsprogramm umfasst über 40 Unterrichtsstunden zu Themen wie interkulturelle Kommunikation und Dolmetschtechniken. Voraussetzung für die Teilnahme sind muttersprachliches Niveau in der Herkunftssprache sowie Deutschkenntnisse auf B2-Niveau.
Die Initiative läuft seit 2018 und hat inzwischen sechs Generationen von Dolmetschern ausgebildet. Dr. Martin Noll, der ähnliche Programme am Fernsehprogramm der Europäischen Union leitet, hat die Schulung begleitet. Die neu qualifizierten Dolmetscher werden künftig städtische Behörden, Beratungsstellen und Vereine unterstützen – etwa bei Arztgesprächen, Schülertreffen oder rechtlicher Beratung für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen.
Durch den erweiterten Pool an Dolmetschern soll der Zugang zu wichtigen Dienstleistungen für nicht muttersprachliche Deutschsprecher verbessert werden. Das landesgeförderte Programm stellt sicher, dass qualifizierte Fachkräfte verfügbar sind, um Sprachbarrieren abzubauen.
Mit ihrer Kombination aus sprachlicher und fachlicher Expertise sind die Dolmetscher in der Lage, auch komplexe Situationen zu meistern. Ihre Arbeit wird die Kommunikation in zentralen öffentlichen Bereichen erleichtern.