Neuer Schutzkonzept-Generator soll Missbrauch in NRW-Sportvereinen verhindern
Ignaz KreuselNeuer Schutzkonzept-Generator soll Missbrauch in NRW-Sportvereinen verhindern
Landessportbund Nordrhein-Westfalen stellt neues Tool gegen sexualisierte Gewalt in Vereinen vor
Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat ein neues Instrument eingeführt, um sexualisierte Gewalt in Sportvereinen zu bekämpfen. Das heute in Essen vorgestellte „Schutzkonzept-Generator“ soll Missbrauch präventiv verhindern, noch bevor er entsteht. Es bietet Vereinen klare Leitlinien und praktische Maßnahmen, um die Sicherheit junger Athletinnen und Athleten zu erhöhen.
Das Tool funktioniert wie ein Fragebogen und ist damit für jeden Verein einfach anwendbar. Es hilft, mögliche Gefahrenbereiche oder Risikostellen zu identifizieren, an denen es zu Übergriffen kommen könnte. Die Vereine können dann gezielt Gegenmaßnahmen ergreifen, um diese Bedrohungen zu beseitigen.
Das Konzept legt Mindeststandards fest – etwa die Regel, dass Trainerinnen und Trainer auf Einzelausflüge mit Kindern verzichten. Zudem gibt es Hinweise, wie potenzielle Täter durch präventive Maßnahmen abgeschreckt werden können. Über die konkreten Handlungsanweisungen hinaus sensibilisiert das System die Vereine selbst für das Risiko sexualisierter Gewalt in ihren eigenen Reihen.
In einer ersten Phase werden 600 Vereine den Generator testen. Ziel ist es, einen grundlegenden Rahmen zu schaffen, an dem sich alle Sportorganisationen orientieren können. Das Schutzkonzept gibt den Vereinen eine strukturierte Methode an die Hand, um Risiken zu bewerten und Schutzmechanismen zu stärken. Durch die Aufdeckung von Schwachstellen und die Durchsetzung klarer Regeln soll es Sportumfelder sicherer für junge Menschen machen. Die Testphase dient dazu, das Tool weiterzuentwickeln, bevor es flächendeckend eingeführt wird.
