Neues Kinderschutz-Netzwerk im Kreis Viersen stärkt Zusammenarbeit für mehr Sicherheit
Dragan ZimmerNeues Kinderschutz-Netzwerk im Kreis Viersen stärkt Zusammenarbeit für mehr Sicherheit
Neues Kinderschutz-Netzwerk im Kreis Viersen gestartet
Im Kreis Viersen hat sich ein neues Netzwerk zum Schutz von Kindern gegründet: das Interdisziplinäre Kinderschutz-Netzwerk (NiK). Es bündelt die Kräfte lokaler Behörden, um den Kinderschutz zu verbessern. Die Initiative folgt dem Landeskinderschutzgesetz Nordrhein-Westfalens, das die Zusammenarbeit zwischen Institutionen stärkt.
Der Anstoß für das Netzwerk kommt direkt aus dem Landeskinderschutzgesetz (LKiSchG), das 2010 eingeführt wurde. Das Gesetz sollte den Kinderschutz im gesamten Bundesland ausbauen – darunter fielen damals auch Maßnahmen der katholischen Diözesen.
Alle fünf Jugendämter im Kreis Viersen haben nun eine einheitliche Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Dieser formelle Schritt sorgt dafür, dass die Behörden enger und effektiver zusammenarbeiten. Herzstück des Netzwerks ist eine dauerhafte, kommunenübergreifende Planungsgruppe, die die Maßnahmen koordiniert. NiK will Partnerschaften ausbauen, um in Fällen möglicher Kindeswohlgefährdung schneller handeln zu können. Durch die Vernetzung der Akteure sollen Verzögerungen bei Interventionen verringert werden.
Markus Kalt, Leiter des Jugendamts des Kreises Viersen, betonte, dass der Schutz von Kindern nur gemeinsam gelingen könne. NiK verstehe sich als "Kultur der Zusammenarbeit", die berufliche und kommunale Grenzen überwindet.
Das neue Netzwerk schafft eine strukturierte Herangehensweise an den Kinderschutz in der Region. Mit der dauerhaften Planungsgruppe und gemeinsamen Absprachen können Behörden schneller auf Risiken reagieren. Das System baut auf mehr als einem Jahrzehnt gesetzgeberischer Bemühungen auf, um den Schutz von Kindern in Nordrhein-Westfalen zu stärken.