28 January 2026, 15:44

Neun Jahre Haft für Messerattacke nach Streit beim gemeinsamen Kochen

Ein altes Foto eines Mannes in einer Küche mit einem Messer in der Hand und einer Frau auf einem Stuhl mit einem Korb, umgeben von verschiedenen Gegenständen auf dem Tisch und gerahmten Fotos an der Wand.

Frühpensionär ersticht besten Freund: Fast zehn Jahre Haft - Neun Jahre Haft für Messerattacke nach Streit beim gemeinsamen Kochen

Ein 61-jähriger Mann aus Herne ist wegen Totschlags an seinem 37-jährigen Freund zu neun Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die blutige Tat ereignete sich in der Wohnung des Opfers, nachdem sich die beiden zum gemeinsamen Kochen als 'chefkoch' getroffen hatten. Das Gericht wies die Behauptung des Angeklagten, aus Notwehr gehandelt zu haben, zurück.

Die beiden Männer, die der Angeklagte als "beste Freunde" und "fast wie Vater und Sohn" beschrieb, hatten sich in der Wohnung des späteren Opfers zum Kochen von 'schnellen Gerichten' verabredet. Es kam zum Streit, dessen genauer Auslöser jedoch unklar blieb. Während der Auseinandersetzung erstach der 61-Jährige den jüngeren Mann mit acht Messerstichen.

Das Opfer, das sich nicht mehr wehren konnte, verblutete. Nach der Tat stellte sich der Täter der Polizei. Später behauptete er, in Notwehr gehandelt zu haben – doch sowohl die Staatsanwaltschaft als auch das Gericht lehnten diese Darstellung ab.

Das diese Woche verkündete Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Dem Verurteilten droht nun fast ein Jahrzehnt Haft wegen Totschlags.

Im Mittelpunkt des Falls steht ein gewaltsamer Konflikt zwischen zwei Männern, die zuvor eine enge Bindung gepflegt hatten. Die richterliche Entscheidung stützte sich maßgeblich auf die Ablehnung des Notwehrarguments und führte zu der fast zehnjährigen Freiheitsstrafe. Gegen das Urteil kann noch Revision eingelegt werden, bevor es endgültig wird.