Notfallzulassung für vogelabschreckendes Mais-Saatgut ab 2026
Ab Anfang 2026 steht Maisbauern wieder eine vogelabschreckende Saatgutbehandlung zur Verfügung. Die deutschen Behörden haben für Korit 420 FS eine 120-tägige Notfallzulassung erteilt – ein Mittel, das speziell Krähen, Tauben und Fasanen fernhalten soll. Der Wirkstoff Ziram vertreibt die Vögel, ohne ihnen zu schaden.
Die Genehmigung erlaubt Landwirten die Anwendung von Korit 420 FS auf Maiskörnern vom 12. Januar bis zum 11. Mai. Dabei gelten strenge Auflagen: Die Aussaat muss mit driftarmen pneumatischen Sämaschinen erfolgen, und zwar nur bei Windgeschwindigkeiten unter fünf Metern pro Sekunde.
Zudem sind Pufferzonen von mindestens fünf Metern einzuhalten – sowohl zum nächsten Saatstreifen als auch zu Oberflächengewässern. Behandeltes Saatgut darf weder in Wasserschutzgebieten noch in der Nähe von Mineralquellen ausgebracht werden. Die Verpackungen müssen klar erkennbar die maximale Aussaatmenge nach der Behandlung ausweisen. Die Handhabung von mit Korit behandeltem Saatgut ist ausschließlich professionellen Behandlungsanlagen vorbehalten. Die Notfallzulassung umfasst bis zu 1.000 Liter des Mittels – ausreichend für etwa 5.715 Hektar. Stand Dezember 2025 liegen noch keine Informationen zu möglichen Verlängerungen über 2026 hinaus vor.
Die erneute Zulassung bietet Maisanbauern eine kurzfristige Lösung gegen Vogelfraß im Jahr 2026. Landwirte müssen die vorgegebenen Richtlinien strikt einhalten, um eine sichere und wirksame Anwendung zu gewährleisten. Die begrenzte Verfügbarkeit und die strengen Bedingungen unterstreichen den vorläufigen Notfallcharakter des Produkts.