NRW-Bahnen reduzieren kurzfristige Zugausfälle drastisch – trotz Personalmangel
Ignaz KreuselNRW-Bahnen reduzieren kurzfristige Zugausfälle drastisch – trotz Personalmangel
Bahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen haben kurzfristige Zugausfälle in diesem Jahr deutlich reduziert. Trotz anhaltendem Personalmangel – insbesondere bei Triebfahrzeugführern – kommt es auf wichtigen Strecken seltener zu spontanen Störungen.
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 wurden deutlich weniger Züge kurzfristig gestrichen als in den Vorjahren. Die Verkehrsbehörden verzeichneten besonders starke Verbesserungen bei den Linien des Rhein-Ruhr-Express (RRX). Beim Rhein-Münsterland-Express (RE 7) gingen die Last-Minute-Ausfälle zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 71 Prozent zurück.
Auf anderen Strecken waren die Rückgänge noch ausgeprägter: Die Ostwestfalen-Bahn (RB 72) verzeichnete einen Rückgang der spontanen Streichungen um 82 Prozent, während die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) einen Rückgang um 72 Prozent meldete. Um die Zuverlässigkeit trotz des Fachkräftemangels zu erhöhen, haben die Betreiber zudem auf mehreren Linien die Fahrpläne angepasst.
VRR-Chef Oliver Wittke hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2026 wieder den vollständigen Originalfahrplan einzuführen. Bis zur Fahrplanumstellung im Dezember 2025 sollen genug Triebfahrzeugführer eingestellt werden, um möglichst viele Verbindungen wiederherzustellen. Die Reduzierung der kurzfristigen Ausfälle bedeutet jedoch nicht, dass mehr Züge fahren – sie sorgt vielmehr für eine bessere Planbarkeit für die Fahrgäste.
Die Maßnahmen haben dazu geführt, dass Störungen für Reisende besser vorhersehbar sind. Eine vollständige Wiederherstellung des Angebots hängt weiterhin davon ab, ausreichend Personal zu gewinnen. Die Betreiber arbeiten weiterhin darauf hin, das von den Verkehrsbehörden gesetzte Ziel für 2026 zu erreichen.
