NRW kämpft für Mutterschutz auch für Selbstständige und Freiberuflerinnen
Georgine MansNRW kämpft für Mutterschutz auch für Selbstständige und Freiberuflerinnen
Nordrhein-Westfalen drängt auf gesetzlichen Mutterschutz für Selbstständige
Rund 27.000 Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen in Deutschland bringen jedes Jahr Kinder zur Welt – ohne die gleichen Absicherungen wie Angestellte. Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat nun ihre Forderung nach einer gesetzlichen Reform erneuert, um diese Lücke zu schließen.
Angeführt wird die Initiative von Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne). Sie betonte, dass eine Schwangerschaft für selbstständige Frauen niemals als berufliches Risiko betrachtet werden dürfe. Das Land hat bereits eine Bundesratsinitiative gestartet und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um Lösungsansätze zu prüfen.
Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat konkrete Vorschläge vorgelegt. Kernpunkt ist ein einmaliger, pauschaler Lohnersatz während der Mutterschutzzeit. Die Ideen basieren auf einer vom Land finanzierten Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse im Juli vorgestellt werden sollen.
Um die Pläne voranzubringen, veranstaltete das Wirtschaftsministerium kürzlich einen Austausch in Berlin. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erarbeiteten dort Umsetzungsstrategien. Ziel ist es, ein breites Bündnis für den Mutterschutz selbstständiger Frauen in ganz Deutschland zu schaffen.
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden im kommenden Monat erwartet. Falls die Vorschläge umgesetzt werden, hätten tausende Selbstständige während der Schwangerschaft finanzielle Sicherheit. Die Initiative Nordrhein-Westfalens könnte damit zum Vorbild für bundesweite Reformen werden.
