NRW-Kommunen fordern Milliardenhilfen gegen den finanziellen Kollaps
Ignaz KreuselNRW-Kommunen fordern Milliardenhilfen gegen den finanziellen Kollaps
Kommunalpolitiker in Nordrhein-Westfalen drängen auf dringende finanzielle Unterstützung, da lokale Haushalte unter steigenden Kosten zusammenbrechen. Sie fordern von der Landesregierung, den Finanzausgleichssatz von 25,2 % auf 28 % anzuheben – ein Schritt, der den klammen Kommunen Milliarden an zusätzlichen Mitteln bescheren würde.
Der aktuelle Ausgleichssatz für die Gemeinden liegt bei 25,2 %, doch Stadtvertreter halten dies angesichts der Lage für unzureichend. Die Haushalte der Städte sind durch zusätzliche Aufgaben, die ohne ausreichende Finanzierung übertragen wurden, bis an die Grenzen belastet. Um die Krise abzumildern, verlangt der Deutsche Städtetag einen höheren Anteil der Gemeinden an den Mehrwertsteuereinnahmen.
Eine Erhöhung auf 28 % würde den Kommunen zusätzliche 3,6 Milliarden Euro aus dem Landeshaushalt zukommen lassen – eine Summe, die dem kumulierten Defizit aller Städte und Kreise in der Region entspricht. Darüber hinaus fordern die Kommunen vom Bund jährliche Nothilfen in Höhe von 30 Milliarden Euro.
Die Verantwortlichen sprechen von einem finanziellen Absturz, bei dem viele Gemeinden ihre Haushalte nicht mehr ausgleichen können. Ohne Gegenmaßnahmen, warnen sie, drohten Kürzungen oder gar der Zusammenbruch essenzieller Dienstleistungen.
Die geplante Anhebung würde Landesmittel dorthin umlenken, wo sie am dringendsten benötigt werden. Bei einer Zustimmung könnten die zusätzlichen 3,6 Milliarden Euro die Haushalte stabilisieren und tiefere Defizite verhindern. Gleichzeitig läuft die Forderung nach bundesweiter Soforthilfe weiter.






