Bericht: Polizei sieht Taser-Einsatz positiv - NRW-Polizei testet Elektroschocker – Deeskalation oder Risiko?
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen (NRW) begrüßt die Einführung von Elektroschockpistolen als Teil ihrer Ausrüstung. Zwei unabhängige Studien, die im Auftrag der Landesregierung durchgeführt wurden, befragten fast 4.000 Beamte, um die Auswirkungen dieser Geräte auf die Polizeiarbeit zu bewerten.
Die Regierungskoalition aus CDU und Grünen hatte beschlossen, die Elektroschocker zu testen und ihre Nutzung wissenschaftlich untersuchen zu lassen. Bis Anfang 2026 setzten jedoch nur drei der 47 Polizeibehörden des Landes die Geräte im Rahmen eines Pilotprojekts regelmäßig ein. Die meisten dokumentierten Fälle betrafen Auseinandersetzungen mit bewaffneten Personen, psychische Notlagen sowie Widerstand bei Festnahmen.
Die Studien ergaben, dass die Beamten die Elektroschocker mehrheitlich als wirksames Mittel zur Deeskalation betrachten. Forscher der Polizeihochschule NRW stellten jedoch fest, dass einige Beamte die Geräte vorschnell als Drohmittel einsetzen, statt sie nur als letzte Option zu nutzen. Eine separate Berliner Studie bezeichnete Elektroschockwaffen (CEWs) als "technisch zuverlässige Einsatzmittel".
Ein vorläufiger medizinischer Bericht bewertete die Elektroschocker als "sinnvolle Ergänzung" der Polizeiausrüstung. Trotz der positiven Rückmeldungen nutzen derzeit nur 18 der 47 Behörden in NRW die Geräte.
Das Pilotprojekt bleibt begrenzt – die meisten Einsätze der Elektroschocker erfolgen in Hochrisikosituationen. Die Landesregierung hat noch nicht entschieden, ob die Geräte flächendeckend eingeführt werden. Bis auf Weiteres laufen Tests und Auswertungen im Rahmen der bestehenden Vereinbarung weiter.






