NRW setzt auf mehr Kameras: Wie Überwachung in Bussen und Bahnen die Sicherheit verbessern soll
Georgine MansNRW setzt auf mehr Kameras: Wie Überwachung in Bussen und Bahnen die Sicherheit verbessern soll
Öffentliche Verkehrsbetriebe in Nordrhein-Westfalen bauen Überwachung aus, um die Sicherheit zu erhöhen Immer mehr Busse, Züge und Bahnhöfe in NRW setzen auf Kameras und Körperkameras für das Personal. Der Schritt folgt auf einen deutlichen Anstieg von Angriffen auf Fahrgäste und Mitarbeiter im vergangenen Jahr.
Fast 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge im Land sind bereits mit Videotechnik ausgestattet. Ein Landesprogramm zur Nachrüstung von 100 kleineren und mittelgroßen Bahnhöfen mit Kameras steht kurz vor dem Abschluss.
In Köln hat der Verkehrsbetrieb KVB nach einer erfolgreichen Testphase seine Anzahl an Körperkameras auf 65 Geräte erhöht. Die Rheinbahn in Düsseldorf startete ebenfalls ein einjähriges Pilotprojekt und stattete 20 Mitarbeiter mit Bodycams aus. Zudem verfügen nahezu alle Rheinbahn-Busse über Kameras, ebenso wie 70 Prozent der Straßen- und Stadtbahnen.
Der Dortmunder Verkehrsbetrieb DSW21 setzt mittlerweile nachts Sicherheitskräfte ein, die aus der Leitstelle Live-Videoaufnahmen überwachen. In Aachen sind neue Busse mit einer vollständigen Innenraumüberwachung ausgestattet – ältere Systeme erfassten bisher nur die Einstiegsbereiche.
Ziel des ausgeweiteten Überwachungseinsatzes ist es, Straftaten vorzubeugen und Beweismaterial zu sichern. Körperkameras haben sich bereits bewährt, um Konflikte zu entschärfen und Angriffe zu reduzieren. Allein im vergangenen Jahr wurden in NRW über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Angriffe auf Regionalzug-Personal gemeldet.
