NRW: Über 1,55 Millionen Menschen erhalten Bürgergeld – regionale Unterschiede extrem
Ignaz KreuselFast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - NRW: Über 1,55 Millionen Menschen erhalten Bürgergeld – regionale Unterschiede extrem
Über 1,55 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen bezogen Ende 2024 Bürgergeld
Diese Zahl ist Teil einer größeren Gesamtstatistik: Fast 2 Millionen Menschen im Land sind auf eine Form der Grundsicherung angewiesen. Die Daten zeigen dabei deutliche regionale Unterschiede in der Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung.
Besonders hoch ist der Anteil in Gelsenkirchen, wo jeder fünfte Einwohner (21,7 Prozent) Leistungen bezieht. Auch in Essen, Dortmund und Gladbeck liegt die Quote über dem Durchschnitt – jeweils bei mehr als 17 Prozent. Den geringsten Bedarf verzeichnet der Kreis Borken: In Raesfeld sind es nur 3,7 Prozent, in Südlohn 3,9 Prozent.
Der Großteil der Empfänger erhält Bürgergeld, doch es gibt weitere Unterstützungsformen. Rund 321.000 Menschen beziehen die Grundsicherung im Alter, während die Zahl der Asylbewerberleistungsempfänger um 15.100 auf 88.555 gesunken ist.
Die schwarz-rote Koalition hat Pläne für eine Reform des Bürgergelds angekündigt: Künftig soll es als Grundsicherung bezeichnet werden. Geplant sind strengere Mitwirkungspflichten und härtere Sanktionen für diejenigen, die ihre Verpflichtungen nicht erfüllen.
Die Reformen zielen darauf ab, das System der Grundsicherung in Nordrhein-Westfalen neu auszurichten. Da derzeit jeder neunte Einwohner auf Leistungen angewiesen ist, könnten die Änderungen weite Teile der Bevölkerung betreffen. In den kommenden Monaten werden sich voraussichtlich Zugangsvoraussetzungen und Kontrollen verschärfen.






