22 March 2026, 18:31

NRW verschärft Gesetze: Mehr Rechte gegen Gewalt an Schulen

Ein Klassenzimmer mit Schülern, die Gesichtsmasken tragen und auf Bänken und Stehplätzen sitzen, mit Büchern auf den Tischen, Fenstern, einer Tür, Deckenleuchten und Ventilatoren im Hintergrund.

NRW verschärft Gesetze: Mehr Rechte gegen Gewalt an Schulen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen treibt neue Gesetze voran, um die zunehmende Gewalt und Störungen an Schulen einzudämmen. Mit den geplanten Reformen erhalten Lehrkräfte und Schulleitungen erweiterte rechtliche Befugnisse, um schneller gegen problematisches Verhalten vorgehen zu können. Die Änderungen folgen Berichten, wonach 73 Prozent der Schulleiter in der Region in den vergangenen fünf Jahren mit Gewaltvorfällen gegen Mitarbeiter konfrontiert waren.

Ein Gesetzentwurf des Bildungsministeriums zielt darauf ab, Schulen mehr Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Bedrohungen und aggressivem Verhalten an die Hand zu geben. Bisher liegen keine öffentlich zugänglichen, landesweiten Daten zu Interventionsplänen vor, obwohl der Aktionsplan zur Prävention von Schulgewalt aus dem Jahr 2021 Maßnahmen wie Deeskalationstrainings, die Einbindung der Eltern und Nachbereitungen vorschreibt. Die neue Gesetzgebung würde diese Optionen weiter ausbauen.

Laut den Reformplänen könnten Schulleitungen Schüler vorübergehend vom Unterricht ausschließen, wenn deren Verhalten den Schulbetrieb schwerwiegend stört oder eine Gefahr für andere darstellt. Bei weniger schweren Vorfällen wäre es möglich, Schüler in eine andere Klasse zu versetzen oder sie für bis zu zwei Tage vom Unterricht auszuschließen. Bei gravierenderen Zwischenfällen könnten Ausschlüsse vom Unterricht, von bestimmten Fächern oder schulischen Veranstaltungen für bis zu vier Wochen verhängt werden.

Das Bildungsministerium betont, dass jede Krisensituation einzigartig sei und es daher keine universell anwendbare Strategie geben könne. Stattdessen setzen die Reformen auf Flexibilität, um Schulen maßgeschneiderte Lösungen zu ermöglichen. Körperliche Angriffe bleiben ein zentrales Problem: 43 Prozent der Schulen berichten von solchen Vorfällen, und 66 Prozent der Schulleiter verzeichnen einen Anstieg der Gewalt in den letzten fünf Jahren.

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Die geplanten Änderungen sollen es Lehrkräften und Schulleitungen ermöglichen, bei akuten Sicherheitsrisiken schneller und entschlossener zu handeln. Durch gezielte pädagogische Maßnahmen und disziplinarische Konsequenzen strebt das Land ein sicheres Lernumfeld an. Der Gesetzentwurf wird nun zur weiteren Beratung an die Abgeordneten weitergeleitet.

Quelle