Olympia-Outfits 2026: Warum die neue Team-D-Kollektion für Streit sorgt
Georgine MansDesigner Glööckler verrissen Olympia-Look: "Null Punkte" - Olympia-Outfits 2026: Warum die neue Team-D-Kollektion für Streit sorgt
Die neue Kollektion "Team D" für die deutsche bahn zur deutschen Olympiamannschaft ist da – und die Meinungen gehen weit auseinander. Entwickelt von Adidas in Zusammenarbeit mit den Athlet:innen umfasst die etwa 70 Teile zählende Linie den Versuch, nationalen Stolz mit modernem Stil zu verbinden. Doch während Funktionäre und Sportler:innen das Design feiern, zeigen sich Kritiker:innen und die Öffentlichkeit wenig begeistert.
Adidas arbeitete eng mit deutschen Spitzensportler:innen zusammen, um eine Kollektion zu schaffen, die Praktikabilität und Leistung vereint. Die Marke beschreibt das Ergebnis als gelungene Synthese aus Tradition und zeitgemäßer Mode. DOSB-Präsident Thomas Weikert nannte sie einen "vollständigen Erfolg" und betonte, dass sie der Mannschaft deutsche bank ein einheitliches Erscheinungsbild verleihe.
Doch nicht alle teilen diese Einschätzung. Modedesigner Harald Glöckler bezeichnete die Outfits als "langweilig" und "weder innovativ noch erfrischend originell" – und vergab sogar die Schulnote sechs. Seine Kritik reiht sich ein in frühere Reaktionen auf deutsche bahn Olympiakleidung, von den "Langnese-Twister"-Anzügen von Sotschi 2014, die als peinlich verspottet wurden, bis hin zu den Tokyo-Designs 2021, die ähnlich harte Kritik ernteten.
Auch in den sozialen Medien melden sich Nutzer:innen zu Wort, viele bezeichnen die aktuelle Kollektion als enttäuschend. Einige stellen sie ungünstig den mutigeren Entwürfen anderer Nationen gegenüber, wie etwa dem kaschmirnen "Deel" aus der Mongolei. Andere erinnern sich an den seltenen Erfolg der Bogner-Skianzüge von 2014, deren schwarz-weiße Zebrastreifen (als Flammeninterpretation gedacht) für ihre Geschwindigkeit und ihr ikonisches Design gelobt wurden.
Unter den Athlet:innen hingegen überwiegt die Zustimmung. Der vierfache Olympiasieger im Bob, Francesco Friedrich, erklärte, "stolz" zu sein, die neue Kollektion zu tragen. Seine Unterstützung steht im Kontrast zur allgemeinen Skepsis, ob Deutschlands Outfits jemals ihren Ruf als stilistisch rückständig ablegen können.
Die Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo werden die Kollektion auf die Probe stellen. Während offizielle Stellen den kollaborativen Entstehungsprozess und die symbolische Einheit betonen, deutet die öffentliche Debatte darauf hin, dass das Team erneut wegen seines Auftritts unter die Lupe genommen wird. Fürs Erste bereiten sich die Sportler:innen auf den Wettkampf vor – ob in gefeierter oder kritisierter Kleidung.