Polanski wettert gegen Videobeweis: „Absoluter Unsinn für den Fußball“
Ignaz KreuselPolanski wettert gegen Videobeweis: „Absoluter Unsinn für den Fußball“
Eugen Polanski hat nach dem torlosen Unentschieden von Borussia Mönchengladbach gegen RB Leipzig am 28. November 2025 den Videobeweis scharf kritisiert. Der Mittelfeldspieler bezeichnete die Technologie als "absoluten Unsinn" und forderte, der Fußball solle sich stärker auf Tore als auf millimetergenaue Entscheidungen konzentrieren. Seine Äußerungen fielen trotz der Tatsache, dass die meisten Vereinsvertreter die Schiedsrichterentscheidungen akzeptierten.
Die Partie im Borussia-Park endete 0:0 unter der Leitung von Schiedsrichter Timo Gerach und seinen Assistenten Alexander Sather und Patrick. Polanskis Frust richtete sich vor allem gegen den nicht gegebenen Treffer von Franck Honorat, den der Videobeweis wegen einer knappen Abseitsposition aberkannte. Der Spieler bestand darauf, dass die Entscheidung zu streng ausgelegt worden sei und den Spielfluss beeinträchtige.
Obwohl Polanski einräumte, dass der zweite Eingriff des Videobeweises – die Korrektur eines Elfmeterpfiffs – korrekt gewesen sei, blieb er vom System insgesamt unüberzeugt. Er argumentierte, dass die übermäßige Abhängigkeit von präzisen Messungen dem Fußball schade. Seine Kritik hob sich ab, da andere Klubvertreter die Entscheidungen der Unparteiischen ohne Widerspruch hinnahmen. Polanski ging noch einen Schritt weiter und schlug vor, der Fußball solle Unterhaltung und Tore höher gewichten als technische Genauigkeit. Seine deutliche Haltung unterstrich die anhaltende Debatte über die Auswirkungen des Videobeweises auf das Spiel.
Das 0:0 ließ Mönchengladbach ohne Sieg zurück, während Polanskis Aussagen die Diskussion um die Rolle des Videobeweises weiter anheizten. Sein Hauptvorwurf galt der Härte des Systems, insbesondere bei Grenzentscheidungen im Abseits. Die Schiedsrichter hingegen verteidigten ihre Urteile als regelkonform.