Ratsfrauen im Kreis Unna fordern besseren Schutz für Frauen vor Gewalt
Dragan ZimmerRatsfrauen im Kreis Unna fordern besseren Schutz für Frauen vor Gewalt
Zehn Kommunalpolitikerinnen trafen sich zum Netzwerktreffen der Ratsfrauen im Kreis Unna und in Lünen – trotz sommerlicher Hitzewelle fand die Veranstaltung wie geplant statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle kommunalpolitische Themen sowie die Unterstützung von Frauen in der Region.
Die Teilnehmerinnen, die verschiedenen Parteien angehören, tauschten sich über die gegenwärtigen Herausforderungen aus. Dabei prüften sie bestehende Hilfsangebote im Kreis Unna und in Lünen und identifizierten Lücken, darunter das Fehlen einer kreisweiten Koordinierungsstelle.
Zu den zentralen Themen zählte die Istanbul-Konvention und ihre Bedeutung für den Schutz von Frauen vor Gewalt. Die Politikerinnen betonten, wie dringend leicht zugängliche, niedrigschwellige Hilfsangebote für Betroffene sexualisierter Gewalt benötigt werden. Zudem stand die Einführung einer anonymen Spurensicherung für Opfer im Kreis Unna auf der Agenda.
Besondere Aufmerksamkeit galt den Schwierigkeiten obdachloser Frauen. Die Teilnehmerinnen forderten maßgeschneiderte Unterstützungsprogramme, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse eingehen.
Das überparteiliche Netzwerktreffen ermöglichte einen Austausch zu drängenden Fragen und unterstrich den Bedarf an verbesserten Dienstleistungen und stärkerem Schutz für Frauen in der Region. Die Ergebnisse der Diskussionen sollen in künftige politische Entscheidungen einfließen.
