25 June 2026, 04:23

RAW-Gelände in Berlin: Räumungen drohen – Kultur gegen Wohnungsbau

Protest auf dem Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Räumungen drohen – Kultur gegen Wohnungsbau

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes steht auf dem Spiel, da sich der Konflikt zwischen dem Eigentümer, der Stadt und den kulturellen Mietern zuspitzt. Das einstige Bahnausbesserungswerk beherbergt heute Clubs, Konzertlocations und kulturelle Räume – doch bereits nächste Woche könnten die ersten Räumungen beginnen.

Das RAW-Gelände ist seit langem ein kulturelles Zentrum der Stadt. Nach dem Fall der Berliner Mauer wurden die historischen Hallen zu Orten wie dem Club Cassiopeia, einem Biergarten und einer Skatehalle umgenutzt. Heute gibt es dort zudem eine Boulderhalle, Lagerhallen und saisonale Märkte.

Im Mittelpunkt des Streits stehen Pläne für Wohnungsneubauten. Die Kurth Group, Eigentümerin des Geländes, wirft der Stadt vor, frühere Absprachen gebrochen zu haben, und fordert nun eine schnellere Genehmigung von Baugenehmigungen für den Bau von Wohnungen. Gleichzeitig werfen Senat und lokale Behörden dem Unternehmen vor, die soziokulturelle Szene des Geländes zu gefährden.

In den letzten Tagen hat sich die Lage weiter zugespitzt. Dutzende versammelten sich am Kurfürstendamm unter dem Motto „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“, um gegen die Räumungen zu protestieren. Benjamin Kiepurning, Mitarbeiter des Club Cassiopeia, startete eine Petition, um die Kurth Group zurück an den Verhandlungstisch zu drängen. Die Unterschriften sollen diesen Freitag dem Senat überreicht werden, um den Druck zu erhöhen. Einige Mieter, darunter der Club Cassiopeia, haben bereits Räumungsanordnungen für Teile des Geländes erhalten.

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Der Streit dreht sich um die Frage, wie viele Wohnungen gebaut werden sollen und wie viele historische Hallen erhalten bleiben müssen. Die Räumungen könnten bereits in wenigen Tagen beginnen – und damit die kulturelle Zukunft des Geländes infrage stellen. Senat und Mieter wehren sich weiterhin gegen die Baupläne des Eigentümers.

Quelle